Das Medienunternehmen AiP Media, im Besitz der Sozialdemokraten, wird nach Kritik klarer machen, dass es der Absender auf Social Media und Websites ist. Die Kritik resultierte aus einer TV4-Untersuchung, die auf mangelnde Transparenz in der politischen Kommunikation hinwies. CEO Daniel Färm sagt, das Unternehmen habe der Debatte gelauscht und werde seine Routinen ändern.
Das Medienunternehmen AiP Media, im Besitz der Sozialdemokraten, stieß nach einer TV4-Untersuchung am Montag, 24. November 2025, auf Kritik. Die Untersuchung ergab, dass AiP politische Botschaften auf Social Media und eigenen Websites verbreitet, ohne immer klar anzugeben, dass das Unternehmen der Absender ist. Die Eigentumsverhältnisse sind unter dem Abschnitt „Über uns“ auf den Websites sichtbar, aber auf einigen Social-Media-Konten schwerer erkennbar.
Die Moderaten bezeichneten den Betrieb als „Trollfabrik“ mit fabrizierten neutralen Seiten. Parteisekretärin Karin Enström schrieb: „Das ist keine offene politische Debatte, sondern Manipulation.“ Zuvor hatte AiP-CEO und politischer Redakteur Daniel Färm die Kritik als unbegründet abgetan. Parteichefin Magdalena Andersson betonte, dass es AiPs Verantwortung sei, seine Routinen zu überprüfen, und dass die Sozialdemokraten den Inhalt nicht bestimmen.
Am Freitag, 28. November, kündigte AiP Änderungen seiner Routinen an, um klarzustellen, dass das Unternehmen hinter dem Inhalt steht. Färm sagte zu SVT: „Wir dachten, wir wären klar, aber wir sind nicht taub. Wir haben der Diskussion gelauscht.“ Die Information, dass AiP von den Sozialdemokraten finanziert wird, wird nun „weniger Klicks entfernt“ sein als zuvor, aber an denselben Stellen wie bisher präsentiert.
Färm betont, dass es wichtig sei, dass AiP für den redaktionellen Inhalt verantwortlich ist, nicht die Partei direkt, um irreführende Informationen zu vermeiden. AiP betreibt die Zeitung Aktuellt i Politiken, gegründet 1953, sowie die Website Politikkollen, die auf den ersten Blick neutral wirkt, und das Meme-Konto „Jävla uland“. Das Unternehmen hat seinen Sitz in der Sveavägen 68 in Stockholm, derselbe Standort wie das Büro der Sozialdemokraten.
Andersson hat AiP verteidigt mit den Worten: „Niemand muss sechs Monate undercover gehen, um zu sehen, wer dahintersteckt.“