Der Liechtensteiner Alexander Ospelt hat die Präsidentschaft des Internationalen Skiverbandes (FIS) bei dem in Belgrad abgehaltenen Kongress mit einer knappen Mehrheit von 65 zu 64 Stimmen gewonnen. Das Ergebnis stellt die knappste Präsidentenwahl in der Geschichte der Organisation dar.
Ospelt, ein 58-jähriger Jurist und ehemaliger Vorsitzender des Liechtensteiner Skiverbandes, wird die FIS für die nächsten vier Jahre leiten. Er rief zu mehr Einigkeit unter den Mitgliedsnationen auf und bezeichnete das gespaltene Wahlergebnis als Chance, gemeinsame Ziele zu entwickeln. Karin Mattsson, die schwedische Kandidatin für den FIS-Rat, unterlag mit nur einer Stimme Differenz. Sie zeigte sich zufrieden mit der Wahl des neuen Präsidenten und wies auf positive Reaktionen von Kollegen aus verschiedenen Ländern hin. Der Kongress begrüßte zudem Belize als 142. Mitgliedsnation und bestätigte die Vollmitgliedschaft von Guinea-Bissau. Die Organisatoren verschoben die Entscheidung über den Austragungsort der Nordischen Skiweltmeisterschaften 2031. Der nächste FIS-Kongress ist für 2027 als Online-Veranstaltung geplant, während die Ausgabe für 2028 in Vilnius, Litauen, stattfinden soll.