Das Handelsgericht Alicante hat Frisby España mitgeteilt, die Marke 'Frisby' nicht mehr zu nutzen, bis der Streit mit Frisby Kolumbien geklärt ist. Die Entscheidung soll irreparablen Schaden für das kolumbianische Unternehmen verhindern, das dem rechtlichen Prozess vertraut. Überrascht plant Frisby España Berufung ein und verschiebt die Eröffnung bis März 2026.
Am 26. November 2025 erließ das Handelsgericht Alicante eine Verfügung, die Frisby España S.L. verbietet, die Marke 'Frisby' in sozialen Medien, Werbekampagnen, auf der Website und bei allen damit verbundenen Aktivitäten wie Schulungen für Investoren oder Franchise-Nehmer zu verwenden, bis der Streit mit Frisby S.A. aus Kolumbien beigelegt ist.
Frisby Kolumbien, Inhaber der notorischen Marke 'FRISBY' in Spanien und einer aktiven Marke der Europäischen Union, begrüßte die Entscheidung. In einer Stellungnahme hieß es: «Wir vertrauen voll und ganz auf den Fortgang des rechtlichen Verfahrens im Rahmen der Transparenz.» Sie erklärten, dass das Gericht ihre Rechte anerkennt und dass im Nullitätsverfahren vor dem Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) der Suspensionsantrag von Frisby España abgewiesen wurde, mit Frist für Stellungnahmen bis zum 21. Januar 2026. Frisby Kolumbien verpflichtete sich, über reale Fakten zu informieren, unter Einhaltung der Vertraulichkeit.
Frisby España unter der Leitung von Charles Dupont äußerte sich überrascht über das Urteil und betonte, dass ihre rechtliche Position nach europäischem und spanischem Recht solide sei. «Es ist eine Überraschung für uns, denn rechtlich gesehen ist unsere Position sehr stark», sagte Dupont in einem Interview. Sie behaupteten, die kolumbianische Marke werde bald aufgrund von Nichtbenutzung erlöschen und habe in Spanien keine echte Bekanntheit. Sie planen, in den kommenden Wochen Berufung beim Provinzgericht einzulegen, und haben das Eröffnungsdatum von Dezember auf den 1. März 2026 verschoben, um Prozesse und Logistik zu optimieren. Sie erwarteten einen Jahresumsatz von 15 Millionen Euro, mit anfänglichen monatlichen Einnahmen von 150.000 bis 200.000 Euro in vier Filialen.
Dupont kündigte an, dass sie eine Gegenklage gegen Frisby Kolumbien wegen Schadensersatz, einschließlich Gerichtskosten und Rufschäden, stellen werden. Der Streit dreht sich um einen Antrag auf Nichtigkeit in böser Absicht, den Kolumbien beim EUIPO gestellt hat.