Wut über Vattenfalls Erhöhung der Stromnetzgebühren

Staatskonzern Vattenfall erhöht die Stromnetzgebühren um 14 Prozent trotz eines Gewinns von 33,4 Milliarden Kronen und stößt auf scharfe Kritik von Politikern und Öffentlichkeit. Energieministerin Ebba Busch hat Netzunternehmen zu einem Treffen einberufen, während Finanzministerin Elisabeth Svantesson es als unfair gegenüber Verbrauchern bezeichnet. Ehemaliges MdR Richard Herrey nennt die Erhöhung unverantwortlich.

Vattenfall, der staatliche Energiekonzern, meldet einen Gewinn von 33,4 Milliarden Kronen, plant aber dennoch eine Erhöhung der Stromnetzgebühren um 14 Prozent. Ähnliche Erhöhungen führt Ellevio durch. Die Entscheidung hat Reaktionen der Aufsichtsbehörde Energimarknadsinspektionen und mehrerer Minister ausgelöst. Energieministerin Ebba Busch hat die Netzunternehmen zu Gesprächen geladen. Auf X erklärt Finanzministerin Elisabeth Svantesson, die Erhöhung sei nicht fair gegenüber schwedischen Verbrauchern.

Die Kritik findet auch bei einfachen Bürgern Anklang. Richard Herrey, ehemaliges MdR und Eurovision-Sieger, äußert Frustration: «Ich glaube, das sticht normalen Leuten enorm ins Auge, dass es solche riesigen Gewinne gibt und die Gebühren trotzdem so erhöht werden.» Er nennt es auf X «entsetzlich» und weist darauf hin, dass sieben Milliarden Kronen letztes Jahr an den Staat zurückgingen – Geld, das Vattenfalls Instandhaltungsschulden hätte begleichen können.

Herrey sieht die Erhöhung als Extrasteuer: «Jetzt wird es wie eine Extrasteuer, die die Leute zahlen, weil jeder Strom hat.» Er kritisiert auch die Vergütung der CEO Anna Borg von über 1,5 Millionen Kronen pro Monat, die letztes Jahr um 5,4 Prozent stieg und die höchste unter Staatskonzernchefs ist. «Es muss Vernunft und Reim geben», sagt er und betont die Verantwortung staatlicher Unternehmen, keine übermäßigen Gebühren zu verlangen.

Vattenfall hat nicht auf Anfragen von Expressen reagiert.

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