Der singapurische Regisseur Anthony Chen leitete am Sonntag die Jury für das „Asian New Talent“ beim 28. Internationalen Filmfestival in Shanghai. Er rief aufstrebende asiatische Filmemacher dazu auf, Aufrichtigkeit und frische Ideen zu zeigen. Weitere Jurymitglieder des „Golden Goblet“-Wettbewerbs erläuterten während des Treffens ihre Bewertungskriterien.
Chen, dessen Film „Ilo Ilo“ in Cannes den Preis für das beste Debüt gewann, betonte, dass Alter und Erfahrung bei der Bewertung keine Rolle spielten. „Was ich wirklich schätze, ist, ob ein Schöpfer aufrichtig ist und bereit ist, neue Perspektiven und Ideen zu übernehmen, um Konventionen zu brechen“, sagte er.
Die „Asian New Talent“-Jurorin Wen Qi hob Filme mit einer starken individuellen Stimme hervor. Der kasachische Regisseur Farkhat Sharipov und die chinesische Regisseurin Liu Jiayin sprachen die internen Herausforderungen an, vor denen junge Filmschaffende bei der Orientierung und der Umsetzung ihrer Arbeit stehen.
Auch die Jurys für Kurzfilme, Animationen und Dokumentarfilme legten ihre Standards dar. Der portugiesische Regisseur João Salaviza leitete das Gremium für Kurzfilme, während der britische Regisseur Will Becher den Vorsitz der Animationssektion innehatte und die wachsende internationale Anerkennung für chinesische Animationen hervorhob.