Atlético de Madrid hat eine Abstimmung unter seinen Mitgliedern gestartet, um die Plaketten am Paseo de Leyendas vor dem Estadio Metropolitano zu erneuern, doch der mexikanische Ex-Spieler Hugo Sánchez fehlt auf der Liste der Berechtigten, was Debatte über sein Erbe beim Verein auslöst.
Atlético de Madrid hat seine 151.831 Mitglieder über eine offene Abstimmung vom 26. Dezember 2025 bis 5. Januar 2026 um 19:00 Uhr Ortszeit informiert, um 20 Spieler für den Paseo de Leyendas auszuwählen. Dieser Weg vor dem Estadio Metropolitano ehrt ehemalige Spieler mit eigenen Plaketten. Bisher galt das Kriterium von mehr als 100 Spielen für die Rojiblancos, nun kommt eine umfassendere Analyse hinzu, einschließlich qualitativer Verdienste, Vereinswerten, generationeller Anerkennung, historischer Momente und Verhaltens gegenüber Team und Fans.
Unter den 200 berechtigten Spielern fehlt Hugo Sánchez, der von 1981 bis 1985 für Atlético spielte. In dieser Zeit absolvierte er 162 Partien, erzielte 82 Tore, gewann den Copa del Rey 1985 und seinen ersten Pichichi-Trophäe mit 19 Toren in der Saison 1984/85. Seine aktuelle Plakette wird 2026 entfernt, falls er nicht wiedergewählt wird. Der Verein hat die Streichung nicht offiziell begründet, doch in sozialen Medien vermuten Fans, sie liege daran, dass Sánchez nach Atlético zum Rivalen Real Madrid gewechselt ist.
Sánchez ist nicht der einzige prominente Ausbleiber; der belgische Torhüter Thibaut Courtois, der mit dem Verein LaLiga 2013-14, Copa del Rey 2012-13, Europa League 2011-12 und UEFA Super Cup 2012 gewann, fehlt ebenfalls aus ähnlichen Gründen. In einem von Reforma zitierten Interview rechtfertigte Sánchez seinen Wechsel: „Ich war hungrig nach Erfolg, nach Titeln, und wusste, dass diese mit Atlético de Madrid sehr schwer zu gewinnen wären. Deshalb machte ich den Schritt nach Madrid, um meine Ziele zu erreichen. Ich hoffe, die Leute verstehen das.“
Mitglieder können bis zu fünf Spieler wählen und ihnen 1 bis 5 Punkte geben; die Top 20 sichern sich oder erhalten ihren Platz auf dem Weg. Die endgültige Liste wird in den kommenden Wochen bekanntgegeben und könnte Diskussionen über das Erbe kontroverser Figuren in der Vereinsgeschichte neu entfachen.