Der FC Bayern München hat in der Champions-League-Vorrunde ein faszinierendes Spiel gegen Paris Saint-Germain mit 2:1 gewonnen. Trotz einer Roten Karte gegen Luis Díaz in der ersten Halbzeit hielten die Bayern den Vorsprung bis zum Ende. Der Sieg unterstreicht die Stärke des Teams unter Trainer Vincent Kompany.
Das Duell zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Bayern München am vierten Spieltag der Champions-League-Vorrunde endete mit einem 1:2-Sieg für die Münchner. Im Parc des Princes in Paris erzielte Luis Díaz bereits in der 4. Minute das 1:0 nach einem Hackenpass von Serge Gnabry, der die PSG-Abwehr überraschte. In der 32. Minute machte Díaz zum 2:0, nachdem er PSG-Verteidiger Marquinhos zum Ballverlust genötigt hatte.
Kurz vor der Halbzeitpfiff, in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, erhielt Díaz jedoch die Rote Karte vom Schiedsrichter Maurizio Mariani. Der Kolumbianer grätschte von hinten auf Achraf Hakimi, der sich offenbar schwer verletzte. Die Videobilder bestätigten die Entscheidung nach langer Prüfung. Die Bayern, die in der ersten Halbzeit dominant agierten, mussten die zweite Hälfte mit zehn Mann verteidigen.
Trotz der Unterzahl hielt die Abwehr stand, gestützt von Spielern wie Dayot Upamecano und Jonathan Tah. In der 74. Minute verkürzte João Neves per Seitfallzieher auf 1:2, doch PSG kam nicht mehr zum Ausgleich. Der FC Bayern bleibt damit ungeschlagen mit 15 Siegen in 15 Pflichtspielen und führt die Champions-League-Tabelle.
Trainer Vincent Kompany wurde für die Verbesserungen gelobt, insbesondere die bessere Absicherung in der Defensive – nur vier Gegentore in neun Bundesliga-Spielen und drei in vier CL-Partien. Joshua Kimmich betonte den außergewöhnlichen Mannschaftsgeist. Im Kontrast zu vergangenen Duellen, in denen PSG die Bayern besiegte, wie im Klub-WM-Viertelfinale, zeigte München nun eine neue Qualität. Jamal Musiala fehlte weiterhin verletzungsbedingt, doch das Team kompensierte dies beeindruckend.
Die Münchner Fans litten unter polizeilichen Auflagen: 15 Busse mussten stundenlang an einer Mautstelle warten, was der FC Bayern als Schikane kritisierte.