Der Oscar-prämierte Schauspieler Benicio Del Toro reflektiert über seine Rolle als Sensei in Paul Thomas Andersons „One Battle After Another“, einem Film, der 24 Jahre nach seinem „Traffic“-Sieg für Preisgerüchte sorgt. In einem Variety-Interview teilt er Erkenntnisse aus Dreharbeiten mit Migranten in El Paso, das Mantra „Get back on defense“ und seine Bedenken über das Fehlen einer lateinamerikanischen Bewegung in Hollywood-Geschichten. Del Toro äußert auch Ambitionen, Projekte zu inszenieren, die lateinamerikanische Erfahrungen hervorheben.
Filmrolle und Leistung
Benicio Del Toro spielt Sensei in Paul Thomas Andersons „One Battle After Another“, eine Figur, die ruhige Würde und Optimismus inmitten des Chaos vermittelt. Der Film ist in Preisgespräche eingetreten und erinnert das Publikum an Del Toros fesselnde Präsenz seit seinem Oscar 2001 für „Traffic“. Del Toro schloss sich dem Projekt eifrig an und sagte: „Es ist PTA. Er ruft jeden Schauspieler auf dem Planeten an, und sie sagen: ‚Ja, was hast du? Egal, ich mache es.‘“ Die Besetzung umfasst Leonardo DiCaprio und Sean Penn, was den Reiz steigert.
Die Produktion umfasste immersive Recherche, einschließlich Besuche in Einrichtungen in El Paso, wo Migrantenfamilien auf Bearbeitung warten. „Es war ziemlich bewegend, diese Menschen zu sehen... auf der Suche nach einer besseren Zukunft, gefangen in einer ziemlich instabilen Situation“, erinnerte sich Del Toro. Diese Grundlage prägte den Ansatz des Teams und machte die Geschichte authentisch für Schauspieler, Regisseur und Abteilungen gleichermaßen.
Andersons Regie betonte Resilienz mit dem Satz „Get back on defense“, einer Anspielung auf ihre Zusammenarbeit bei „Inherent Vice“, die ins Drehbuch kam. Del Toro erklärte: „Lass dich nicht in Dingen verbeißen... Denke an den nächsten Zug.“ Er sieht das als gesunde Einstellung für Schauspieler, die schnelle Erholung von Rückschlägen fördert.
Lateinamerikanische Repräsentation in Hollywood
Als einer der wenigen lateinamerikanischen Oscar-Gewinner bietet Del Toro eine offene Sicht auf den Fortschritt der Branche. „Ich habe immer noch keine lateinamerikanische Bewegung gesehen“, sagte er und kontrastierte sie mit afroamerikanischen oder italoamerikanischen Erzählungen von Figuren wie Spike Lee oder Martin Scorsese. Obwohl Chancen für Schauspieler durch mehr Plattformen gewachsen sind, weist er auf Lücken in Geschichten über vielfältige lateinamerikanische Communities in den USA hin, einschließlich Puerto Rico, Florida und Texas.
Del Toro hofft, durch Regie beizutragen und aus seinen Erfahrungen zu schöpfen. „Ich habe eine unglaubliche Film-Ausbildung erhalten... Ich möchte mich vielleicht dahinterstellen und eine Geschichte erzählen, die von mir kommt – als Amerikaner, als Latino“, teilte er mit. Er glaubt, dass die nächsten Stimmen aus jüngeren Generationen in Highschool oder College kommen.
Hoffnung und Zukunftsaussichten
Del Toro findet Inspiration in Senseis Positivität und vergleicht turbulente Zeiten wie 1968 mit heute. „Man muss einfach weitermachen. Ich habe Vertrauen in die Jugend“, sagte er, trotz Witzen über die Handygewohnheiten seiner Tochter. Der Schauspieler bereitet sich auf Dreharbeiten im Januar vor und hat das Moderieren von „SNL“ ins Auge gefasst. „Das Schlimmste wäre aufzugeben“, betonte er und verkörpert Resilienz auf und abseits der Leinwand.