Leonardo DiCaprio hat Bedenken über das nachlassende Interesse an Kinos geäußert und sich gefragt, ob das Publikum noch Lust auf das Erlebnis der Großleinwand hat. In einem kürzlichen Interview schlug der Oscar-Preisträger vor, dass Kinos inmitten rascher Veränderungen in der Branche zu Nischenorten wie Jazzbars werden könnten. Er betonte die Notwendigkeit, dass visionäre Filmemacher Chancen erhalten, ihre Werke in Kinos zu zeigen.
Leonardo DiCaprio, bekannt für seine Rolle in "Titanic", äußerte in einem Interview mit The Times of London Sorgen über die Zukunft des Kinobesuchs. Er fragte, ob "die Leute noch den Appetit" für Kinos haben, und überlegte, ob sie zu "Silos – wie Jazzbars?" werden würden.
"Es verändert sich mit Blitzgeschwindigkeit", sagte DiCaprio über die Filmindustrie. "Wir erleben einen riesigen Übergang. Zuerst verschwanden Dokumentarfilme aus den Kinos. Jetzt bekommen Dramen nur begrenzte Zeit, und die Leute warten, um sie auf Streaming-Diensten zu sehen. Ich weiß es nicht."
DiCaprio hofft, dass trotz dieser Veränderungen innovative Filmemacher weiterhin Publikum in Kinos erreichen. "Ich hoffe nur, dass genug echte Visionäre Chancen bekommen, in Zukunft einzigartige Dinge zu machen, die im Kino zu sehen sind", fügte er hinzu. "Aber das ist noch abzuwarten."
Diese Kommentare folgen auf die Veröffentlichung seines neuesten Films "One Battle After Another" von Paul Thomas Anderson, der weltweit mehr als 205 Millionen Dollar eingespielt hat. Im vergangenen Monat sagte DiCaprio gegenüber Deadline, dass die Erhaltung des Kinoerlebnisses "ein Kampf" sein werde. Er beschrieb den aktuellen Moment als "einen der kontroversesten Momente in der Kinogeschichte" und wies auf die wachsenden Herausforderungen hin, Zuschauer in Kinos zu locken.
DiCaprio kritisierte auch die Künstliche Intelligenz im Filmemachen in einem separaten Interview mit dem Time-Magazin. Er argumentierte, dass KI keine Menschlichkeit besitzt und kein authentisches Kunstwerk schaffen kann, obwohl sie als Ergänzungstool für junge Filmemacher dienen könnte. Er illustrierte dies mit Beispielen von KI-generierten Musik-Mashups, wie solchen, die Michael Jackson und The Weeknd nachahmen oder A Tribe Called Quests "Bonita Applebum" im Stil von Al Green, die kurz populär werden, aber keine dauerhafte Tiefe haben.