Black Mirror-Erfinder Charlie Brooker schlug vor, KI einzusetzen, um Kinobesucher in Filme einzufügen, um die Kinobesuche wiederzubeleben. Auf dem Edinburgh TV Festival im August 2025 geteilt, sah das Konzept das Scannen von Zuschauer-Gesichtern und deren zufällige Besetzung in Filmen wie Raiders of the Lost Ark vor. Die anschließende Veröffentlichung von OpenAIs Sora 2 und Disneys Charakter-Lizenzdeal machen die Vision bemerkenswert zukunftsweisend.
Im August 2025 skizzierte Charlie Brooker, der Schöpfer der dystopischen Anthologie-Serie Black Mirror, während eines On-Stage-Interviews auf dem Edinburgh TV Festival eine innovative, aber provokative Idee gegen den Rückgang der Kinobesuche. Er schlug vor, dass Kinos die Gesichter eintretender Gäste scannen und KI nutzen, um sie digital in den gezeigten Film einzufügen. «Stellen Sie sich vor, Sie gehen Raiders of the Lost Ark sehen und wissen nicht, ob Sie Indiana Jones oder ein schmelzender Nazi sind», witzelte Brooker und hob die Neuheit solcher Personalisierung hervor.
Nur einen Monat später, im September 2025, stellte OpenAI Sora 2 vor, ein fortschrittliches Videogenerierungs-Tool mit einer «Cameos»-Funktion, die es Nutzern ermöglicht, sich in benutzerdefinierte Filmszenarien einzufügen. Die Tool-Ausgaben gingen schnell viral und spiegelten Brookers Weitsicht wider. Brooker selbst betonte den Remix-Charakter von KI-Inhalten: «Es ist aufschlussreich, oder, dass vieles von dem KI-generierten Bildmaterial, das man sieht, ein Remix anderer Dinge ist.»
Trotz des technologischen Sprungs bleiben Experten vorsichtig bezüglich der Anwendung im traditionellen Kino. Sarah Atkinson, Professorin für Screen Media am King’s College London, wies darauf hin, dass frühere interaktive Experimente wie Netflix’ Black Mirror: Bandersnatch oder der niederländische Film APP von 2013 keinen Erfolg hatten. «Die Leute gehen nicht ins Kino für so etwas», sagte sie. Julian Hanich, Professor für Filmwissenschaften an der Universität Groningen, fügte hinzu, dass KI-Integration den escapismatischen Reiz von Filmen untergraben könnte: «Die Freude am Filmsehen basiert teilweise darauf, sich in eine andere Welt hineinzuversetzen. Wenn man durch KI bereits Teil dieser Welt ist, ist das irgendwie widersprüchlich.»
Ethische Bedenken hinsichtlich Darstellerrechte und Datenschutz erschweren die Idee zusätzlich, und Ausstellungschefs weigerten sich zu kommentieren. Dennoch erkunden Studios KI-Personalisierung anderswo. Disney hat kürzlich Charaktere aus Frozen und Toy Story für Sora 2 lizenziert, mit den besten nutzergenerierten Videos für Disney+ vorgesehen. Obwohl keine direkte Kinowandwendung, unterstreicht dies die sich wandelnden Branchendynamiken hin zu KI-getriebenen Inhalten.