Rockstar Games-Mitgründer Dan Houser äußerte Skepsis bezüglich der Fähigkeiten von KI während eines TV-Auftritts zur Promotion seines neuen Romans. Obwohl er bestätigte, dass sein Studio die Technologie für ein kommendes Spiel ausprobiert, spielte er deren aktuelle Nützlichkeit herunter. Houser betonte, dass KI bei manchen Aufgaben glänzt, aber nicht alle kreativen Herausforderungen im Gaming löst.
Hintergrund zum Auftritt
Dan Houser, Mitgründer von Rockstar Games und bekannt für das Schreiben von Titeln wie Grand Theft Auto V und Red Dead Redemption 2, war am 24. November 2025 in Channel 4’s Sunday Brunch zu Gast. Das Interview drehte sich um seinen neuen Roman A Better Paradise: Volume One - An Aftermath, der KI-Charaktere und den Einfluss der Tech-Branche erforscht. Das Buch teilt ein Universum mit einem bevorstehenden Videospiel seines Studios Absurd Ventures, das noch einige Jahre von der Veröffentlichung entfernt ist.
Housers Ansichten zur KI
Houser enthüllte, dass Absurd Ventures „mit KI experimentiert“ für das Spiel, insbesondere in der Story mit KI-Elementen. Er warnte jedoch vor dem Hype um die Technologie. „Die Wahrheit ist, dass vieles davon noch nicht so nützlich ist, wie einige Unternehmen es darstellen“, sagte Houser. „Es wird nicht alle Probleme lösen... KI ist toll bei manchen Aufgaben und kann die anderen noch nicht bewältigen.“
Er kritisierte Tech-Unternehmen für übertriebene Versprechungen und deutete an, dass solche Aussagen oft „dient, um KI-Aktien zu verkaufen“ und massive Investitionen erfordern, um das Potenzial zu realisieren. Houser sieht KI als Teil breiterer Fortschritte in der Rechentechnik, am besten geeignet für alltägliche Aufgaben statt echter kreativer Arbeit.
Breiterer Gaming-Kontext
Housers Kommentare fallen inmitten von KI-Kontroversen in der Branche. Ubisoft stieß auf Kritik für KI-generierte Kunst in Anno 117: Pax Romana, während Activision den Einsatz von KI für „Ghibli-Style“-Elemente in Call of Duty: Black Ops 7 zugab. Arc Raiders wurde ebenfalls für KI-Sprecher kritisiert, was zu Forderungen nach Regulierung durch Kongressabgeordneten Ro Khanna führte.
Zum Zukunft des Gamings beschrieb Houser es als Balance zwischen Kunst und Kommerz. „[Gaming] kann entweder in eine wirklich interessante Richtung gehen oder zu sehr auf Geldmachen fokussiert werden“, sagte er. Er glaubt, dass das kreative Potenzial für „lebendige narrative Erlebnisse“ hoch bleibt, wie in seiner Rockstar-Arbeit, und prognostiziert, dass kommerzielle und künstlerische Wege koexistieren werden.