Larian Studios hat seinen Ansatz zur generativen KI für das kommende Spiel Divinity nach Fan-Kritik umgekehrt. In einem Reddit-AMA kündigte CEO Swen Vincke an, dass das Studio KI-Tools während der Konzeptkunst-Entwicklung vollständig vermeiden wird, um Zweifel an der Herkunft der Kunst zu beseitigen. Die Entscheidung erstreckt sich auf das Schreiben und stellt sicher, dass alle kreativen Assets vollständig menschlich erstellt bleiben.
Larian Studios, bekannt für Baldur's Gate 3, geriet Ende letzten Jahres in Kontroverse, nachdem ein Dezember-Interview des CEO Swen Vincke den Einsatz generativer KI in der Konzeptkunst-Entwicklung andeutete. Vincke klärte später, dass KI nur zur Erkundung von Referenzen verwendet wurde, nicht zur Bildgenerierung. Um anhaltende Bedenken zu adressieren, hat das Studio nun beschlossen, KI-Tools in diesem Bereich für Divinity vollständig zu vermeiden, ein neues rundenbasiertes RPG, das bei The Game Awards 2025 mit einem kinematografischen Trailer angekündigt wurde, der ein katastrophales Festival-Ritual zeigt. Im Reddit-AMA vom 9. Januar 2026 erklärte Vincke: „Um jeglichen Zweifelraum auszuschließen, haben wir uns entschieden, auf Gen-KI-Tools während der Konzeptkunst-Entwicklung zu verzichten. So gibt es keine Diskussion über die Herkunft der Kunst.“ Er betonte: „Es wird kein Gen-KI-Kunstwerk in Divinity geben.“ Während KI von der Konzeptkunst ausgeschlossen wird, experimentiert Larian weiterhin damit in anderen Bereichen, um die Entwicklungseffizienz zu steigern. Vincke erläuterte: „Wir versuchen kontinuierlich, die Geschwindigkeit zu verbessern, mit der wir Dinge ausprobieren können. Je mehr Iterationen wir machen, desto besser ist das Gameplay im Allgemeinen. Wir denken, dass Gen-KI dabei helfen kann, und testen daher Dinge in verschiedenen Abteilungen. Unsere Hoffnung ist, dass sie uns hilft, Ideen schneller zu verfeinern, was zu einem fokussierteren Entwicklungszyklus, weniger Verschwendung und letztendlich einem höherwertigen Spiel führt.“ Entscheidend ist, dass zukünftige KI-generierte In-Game-Assets ausschließlich mit Larian-eigenen Daten trainiert werden, um Transparenz bezüglich Trainingsherkunft und Einwilligung zu gewährleisten. Lead-Writer Adam Smith bestätigte, dass die Richtlinie auch auf das Schreiben zutrifft: „Die Haltung gilt auch für das Schreiben. Wir haben keine Textgenerierung, die unsere Dialoge, Journal-Einträge oder anderes Schreiben in Divinity berührt.“ Smith fügte hinzu, dass Experimente mit KI für Platzhalter-Text schlechte Ergebnisse lieferten, bestenfalls 3/10 bewertet, und somit für die Produktion ungeeignet. Larian bekräftigte auch Verpflichtungen gegenüber Schauspielern und vermeidet die Nutzung von Sprachaufnahmen zum Trainieren von KI-Modellen. Diese Position distanziert Divinity von Branchendebatten, wie der Kritik an Clair Obscur: Expedition 33, wo KI-Assets zu entzogenen Auszeichnungen führten. Für Divinity ist kein Release-Termin festgelegt; es steht apart von der Divinity: Original Sin-Serie.