Clair Obscur: Expedition 33 verliert Indie Game Awards wegen Einsatz generativer KI

Die Indie Game Awards haben Clair Obscur: Expedition 33 am 21. Dezember 2025 die Auszeichnungen Spiel des Jahres und Debütspiel entzogen, nachdem das französische Studio Sandfall Interactive kurzfristige Experimente mit generativer KI eingeräumt hatte – obwohl nach dem Launch keine KI-Assets verblieben. Auszeichnungen an Blue Prince und Sorry We’re Closed vergeben, was zu Gegenreaktionen wegen strenger Indie-KI-Richtlinien führt.

Clair Obscur: Expedition 33, ein rundenbasiertes RPG von Sandfall Interactive in Montpellier, erschien im April 2025 und wurde für seine malerischen Grafiken, taktische Kämpfe und Erzählung gefeiert. Es verkaufte bis Mai über 3,3 Millionen Exemplare und bis Oktober 5 Millionen, fegte bei The Game Awards 2025 mit einem Rekord von neun Siegen ab, darunter Spiel des Jahres.

Das Spiel gewann zunächst Spiel des Jahres und Debütspiel bei der Premiere der Indie Game Awards (IGA) am 18. Dezember. Drei Tage später stimmten die Organisatoren einstimmig für den Widerruf, da eine Verletzung der strengen No-Generative-KI-Politik vorlag. Sandfall hatte in der Einreichung keine KI-Nutzung bestätigt, enthüllte aber später begrenzte Experimente 2022 mit KI für Platzhalter-Texturen. Einige entgingen der Qualitätskontrolle und tauchten beim Launch auf, bevor ein Fünf-Tage-Patch sie durch menschliche Assets ersetzte.

In einer Stellungnahme vom 19. Juli 2025 zu einem El País-Interview (in dem Creative Director François Meurisse sagte: „Wir haben etwas KI genutzt, aber nicht viel“) betonte Sandfall, dass keine generative KI im finalen Spiel oder in bestehenden Unreal Engine Marketplace-Assets vorhanden sei. Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte es zuvor als nationalen Erfolg gelobt.

Die IGA halten fest, dass jeglicher bestätigte Einsatz generativer KI ein Spiel disqualifiziert, unabhängig von Umfang oder finaler Einbindung, und vergeben Debütspiel an Sorry We’re Closed und Spiel des Jahres an Blue Prince.

Die Entscheidung, obwohl das KI-Problem seit Juli öffentlich war, hat Kritik entfacht. Reddit-Nutzer wie ExtendedSpikeProtein argumentierten, es sei marginal und typisches Prototyping: „Solche Nutzung ist genau wofür KI da ist... Fehler passieren.“ Broshida bezweifelte die Nachhaltigkeit: „Das könnte eine harte Haltung sein, wenn mehr Indie-Devs KI nutzen.“ Andere, einschließlich Material_Ad_554 und OkNectarine9239, nannten es performativ und wiesen auf den Zeitpunkt nach den Nominierungen hin.

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Clair Obscur: Expedition 33 ist erst das zweite Spiel, das bei allen fünf großen Preisverleihungen als „Spiel des Jahres“ ausgezeichnet wurde, nachdem es bei den BAFTA Game Awards 2026 den Sieg davontrug. Das französische Rollenspiel setzte sich gegen eine starke Konkurrenz durch und sicherte sich den Preis für das beste Spiel des Jahres 2025. Zudem gewann es in den Kategorien „Bestes Debütspiel“ und „Beste schauspielerische Leistung“.

Von KI berichtet

Während die Academy die Regeln für die 99. Oscar-Verleihung verschärft, um KI-generierte Werke auszuschließen, verfolgen bedeutende Gaming-Preise wie die Game Awards und die BAFTAs deutlich mildere Ansätze: Sie fordern in einigen Fällen lediglich eine Offenlegung, sprechen aber keine generellen Verbote aus.

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