Games Workshop, das Mutterunternehmen hinter Warhammer, hat eine vorsichtige Politik eingeführt, die den Einsatz von KI in der Inhaltsproduktion und im Design verbietet. CEO Kevin Rountree erklärte, dass zwar einige Führungskräfte die Technologie ausprobieren, aber noch niemand begeistert davon sei. Das Unternehmen plant stattdessen, mehr kreative Fachkräfte einzustellen.
Games Workshop hat seine Haltung zur künstlichen Intelligenz in einer kürzlichen Finanzergebnisversammlung enthüllt, wie CEO Kevin Rountree mitteilte. Das Unternehmen hat eine interne Richtlinie erlassen, die KI-generierte Inhalte und deren Einsatz in Designprozessen verbietet. Dies erstreckt sich auf unbefugte Nutzung außerhalb des Unternehmens, einschließlich Wettbewerben. Rountree bemerkte: „Wir haben ein paar Führungskräfte, die [KI-Experten] sind: Noch ist keiner richtig begeistert davon. Wir haben eine interne Richtlinie vereinbart, die uns allen als Leitfaden dient und derzeit sehr vorsichtig ist.“Die Richtlinie befasst sich auch mit umfassenderen Bedenken wie Datenschutzkonformität, Sicherheit und Governance. Rountree hob hervor, dass KI- und Machine-Learning-Engines oft automatisch auf Unternehmensgeräten wie Smartphones und Laptops erscheinen, was eine wachsame Überwachung und Absicherung erfordert.Anstatt KI zu übernehmen, plant Games Workshop, seine kreativen Teams zu stärken, indem es mehr Fachkräfte in allen Abteilungen einstellt. Dieser Ansatz unterstützt die Entwicklung von Inhalten für seine zentralen geistigen Eigentumsrechte, darunter Warhammer 40,000 und Age of Sigmar. Die Warhammer 40K-Codex-Bücher des Unternehmens sind für ihre Illustrationen im grimdark-Stil bekannt, was zu starker Fanopposition gegen jede wahrgenommene KI-Beteiligung geführt hat. So stand etwa der Lizenzprodukt-Hersteller Displate letztes Jahr in der Kritik und musste die Nutzung generativer KI in seinen Warhammer 40K-Artikeln dementieren.Im Gegensatz dazu treiben andere Gaming-Unternehmen wie EA und Krafton die KI-Integration voran, wobei Entwickler wie Hideo Kojima und Glen Schofield sie als Werkzeug zur Steigerung der Entwicklungs-Effizienz sehen. Die globalen Ausgaben für KI sollen 2026 500 Milliarden Dollar erreichen, wobei einige Analysten vor einer bevorstehenden Blase aufgrund von Ressourcenbedarf und steigenden Hardwarekosten für Komponenten wie Grafikkarten und RAM warnen.