Bandcamp verbietet KI-generierte Musik auf seiner Plattform

Bandcamp ist der erste große Streaming-Dienst, der KI-generierte Musik vollständig verbietet. Die Plattform hat eine Richtlinie angekündigt, die Inhalte verbietet, die vollständig oder weitgehend von KI erstellt wurden, um menschliche Kreativität zu schützen. Nutzer werden aufgefordert, verdächtige KI-Titel zur Überprüfung zu melden.

Am 15. Januar 2026 teilte Bandcamp seine neue Richtlinie zu generativer KI in einem Beitrag im Subreddit r/bandcamp mit, was einen bedeutenden Schritt in der Musik-Streaming-Branche markiert. Die Ankündigung betont den Schutz der Community menschlicher Künstler der Plattform. „Wir wollen, dass Musiker weiterhin Musik machen, und dass Fans Vertrauen haben, dass die Musik, die sie auf Bandcamp finden, von Menschen geschaffen wurde“, erklärte das Unternehmen. Nach den Richtlinien sind Musik und Audio, die vollständig oder in wesentlichem Maße von KI generiert wurden, nicht erlaubt, und jede Nutzung von KI-Tools zur Imitation anderer Künstler oder Stile ist streng verboten, im Einklang mit bestehenden Regeln zu Verstellung und Verletzung geistigen Eigentums. Während geringfügige KI-Nutzungen, wie für Melodieinspiration oder Audioaufräumung, erlaubt bleiben, zielt die Richtlinie auf Uploads ab, die hauptsächlich von KI-Modellen mit minimalem menschlichen Input gestaltet wurden. Bandcamp behält sich das Recht vor, Inhalte bei Verdacht auf KI-Generierung zu entfernen, und lädt Nutzer ein, verdächtige Tracks über Meldewerkzeuge zu markieren, wobei Details zu Verifizierungsprozessen nicht angegeben wurden. Die Entscheidung adressiert wachsende Bedenken hinsichtlich der Überschwemmung von Streaming-Diensten durch KI. Deezer meldet über 50.000 vollständig KI-generierte Tracks täglich hochgeladen, die ein Drittel der neuen Einreichungen ausmachen. Vorfälle umfassen KI-Impostoren, die Bands wie King Gizzard & The Lizard Wizard nachahmen. Im Gegensatz dazu erlauben Plattformen wie Spotify KI-Musik mit Offenlegung und haben Spam-Filter implementiert, wie beim KI-R&B-Künstler Sienna Rose, dessen Tracks in Spotifys Top-50-Viral-Liste gelandet sind. Währenddessen beschäftigen sich große Labels mit KI-Tools: Warner Music Group wechselte von einer Klage gegen Suno zu einem Lizenzdeal, und Universal Music Group kooperiert mit Udio bei Musikschöpfung und Streaming. Bandcamps künstlerzentrierter Ansatz, hervorgehoben durch 154 Millionen Dollar ausgezahlt über das Bandcamp-Fridays-Programm in fünf Jahren, untermauert dieses Verbot. Die Community hat die Richtlinie positiv aufgenommen, obwohl Fragen zur Durchsetzung bestehen, da sich die KI-Landschaft weiterentwickelt.

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