Nach der Veröffentlichung von 256 Millionen Zeilen Spotify-Metadaten am 21. Dezember hat die Piraten-Aktivistengruppe Anna’s Archive 86 Millionen Audiodateien aus Spotifys Bibliothek in ein offenes Archiv hochgeladen. Spotify hat die betroffenen Konten gesperrt, Sicherheitsmaßnahmen ergriffen und untersucht das Scraping, das digitale Rechteumgehung umging.
Die Piraten-Aktivistengruppe Anna’s Archive, bekannt für das Archivieren von Büchern und Papieren, erweiterte ihr Spotify-Scraping-Projekt, indem sie am Sonntag, dem 22. Dezember 2025, 86 Millionen Audiodateien in ein offenes Archiv hochlud, berichtet Billboard. Dies folgt der Ankündigung der Gruppe am 21. Dezember zur Freigabe von 256 Millionen Zeilen Track-Metadaten mit ursprünglichen Plänen für Peer-to-Peer-Sharing der Audiodateien in 300 Terabyte Torrents.
Die Gruppe rahmt den Einsatz als Erhalt von «Menschheitswissen und -kultur» ein und bemerkt, dass Spotifys Bibliothek «ein guter Anfang» sei. Spotify bestätigte unbefugten Zugriff und erklärte, dass ein Dritter öffentliche Metadaten gescrapt und Digital Rights Management (DRM) umgangen habe, um Audiodateien zu erhalten. Das Unternehmen hat die bösartigen Konten deaktiviert, neue Sicherheitsmaßnahmen implementiert und die Untersuchung fortgesetzt.
Cybersecurity-Experte Marcus Murray klärt, dass das Scrapen öffentlicher Daten nicht per se illegal ist, aber die Verteilung urheberrechtlich geschützter Audio illegal. Er bewertet den Vorfall als auf Musik fokussiert, nicht auf Nutzerdaten, obwohl Risiken bestehen.
Diese Entwicklung verstärkt Debatten über Datenerhaltung, Plattformsicherheit und Urheberrechtsdurchsetzung bei Streaming-Diensten.