Matt Damon und Ben Affleck teilten Einblicke darüber, wie Streaming-Plattformen wie Netflix die Filmproduktion beeinflussen, in einer kürzlichen Auftritt beim Joe Rogan Experience. Damon betonte die Notwendigkeit früher Actionsequenzen und wiederholter Handlungserklärungen, um Zuschauer zu bedienen, die nebenbei mit ihren Handys zugange sind. Affleck widersprach, indem er den Erfolg der Netflix-Serie Adolescence als Beweis nannte, dass solche Taktiken nicht immer nötig sind.
Matt Damon und Ben Affleck waren im Joe Rogan Experience zu Gast, um ihren kommenden Netflix-Film The Rip zu bewerben, ein verschlungener Miami-Polizeidrama, in dem sie Teammitglieder spielen, die 20 Millionen Dollar in einem verlassenen Lagerhaus finden und sich vor Misstrauen und äußeren Bedrohungen gegenseitig zu bekämpfen beginnen. Damon erklärte, dass Streaming zu Hause ein „völlig anderes Aufmerksamkeitsniveau“ erfordere als im Kino, was zu Veränderungen in der Filmemacherei führe. Er beschrieb die traditionelle Actionfilm-Struktur: „Normalerweise hast du drei Setpieces. Eins im ersten Akt, eins im zweiten, eins im dritten. Und eine Steigerung zur großen mit all den Explosionen. Du gibst das meiste Geld für das im dritten Akt aus. Das ist dein Finale.“ Netflix fordere nun jedoch eine große Actionsequenz „in den ersten fünf Minuten“, um Zuschauer zu fesseln und bei der Stange zu halten. Zudem gebe es Anweisungen für Drehbuchautoren, die Handlung „drei- oder viermal im Dialog zu wiederholen, weil die Leute beim Gucken am Handy sind“, wobei Charaktere „ankündigen sollen, was sie tun“. Affleck widersprach und verwies auf Netflix' Golden-Globe-prämierte Miniserie Adolescence als Ausnahme. „Aber schau dir Adolescence an, die hat keinen von diesen Scheiß gemacht. Und es ist verdammt großartig. Und dunkel obendrein. Es ist tragisch und intensiv. [Es geht um] diesen Typen, der erfährt, dass sein Kind des Mordes beschuldigt ist, und es gibt lange Einstellungen auf den Hinterkopf. Sie steigen ins Auto, niemand sagt was“, sagte Affleck. Während Damon es als „Ausnahme“ sah, argumentierte Affleck, es zeige, dass man „diese Anpassungen nicht machen muss“, um das Publikum zu fesseln. Die Diskussion unterstreicht sich wandelnde Branchenpraktiken durch Zuschauergewohnheiten, wobei beide Schauspieler betonten, dass nicht aller Inhalt diesem Schema folgt.