Die Branche für Scripted Television in Hollywood erlebte 2025 eine signifikante Schrumpfung, die das Ende der Peak-TV-Ära markierte, mit weniger Serienbestellungen und dem Abschluss prominenter Serien. Streaming-Plattformen und Sender priorisierten Profitabilität gegenüber Volumen, was zu einem schlankeren Landschaft führte. Erfolgsgeschichten entstanden durch kosteneffiziente Programmierung und Spin-offs.
Die Peak-TV-Periode, die etwa von 2013 bis 2022 dauerte und 2021 mit 759 Scripted-Serienbestellungen ihren Höhepunkt erreichte, ist endgültig vorbei. 2025 bestellten US-Distributoren zwischen 478 und 493 Shows, ein Rückgang um 37 % vom Peak, laut Ampere Analysis. Dieser Wandel folgte zwei Jahren von Branchenstreiks und Konsolidierungen, die Medienunternehmen dazu brachten, sich nach Priorisierung des Abonnentenwachstums auf Profitabilität zu konzentrieren.
High-Budget-Originale wurden seltener, wie Netflix' "Stranger Things" zeigt, das nach 42 Episoden über 10 Jahre mit einem Final-Saison-Budget von 400-480 Millionen Dollar für acht Episoden endete, einschließlich eines filmlangen Neujahrsabend-Finals. Die Serie generierte über 1 Milliarde Dollar durch Merchandising und Spin-offs. Andere bemerkenswerte Enden waren Disney+'s "Andor", Peacocks "Bel Air", Hulus "The Handmaid's Tale", ABCs "The Conners" und CBS' "Blue Bloods", das im Dezember 2024 nach 14 Staffeln endete.
Broadcast-Netzwerke passten sich mit Spin-offs und wirtschaftlichen Formaten an. CBS startete "Boston Blue" mit Donnie Wahlberg und Sonequa Martin-Green, gedreht in Toronto zur Kostensenkung, als Ersatz für das in New York gedrehte "Blue Bloods". ABC brachte "9-1-1: Nashville" heraus, das die Einschaltquoten des Originals erreichte, während Hits wie "High Potential" und CBS' "Matlock" mit Kathy Bates starke Zuschauerzahlen hatten. Fox' "Doc" mit Molly Parker erreichte 15 Millionen Zuschauer in 11 Tagen.
Streaming-Erfolge hoben effiziente Modelle hervor. HBO Max' "The Pitt", ein 15-teiliges Arzt-Drama mit 4-5 Millionen Dollar pro Folge, gewann den Emmy als bestes Drama und übertraf Apple TV+'s teureres "Severance". Netflix startete "Adolescence", und Vince Gilligans "Pluribus" hatte Premiere auf Apple TV+. Peacocks "All Her Fault" wurde zum meistgesehenen Original.
"Es ist eine harte Zeit in unserem Geschäft, ich will das nicht beschönigen. Aber gleichzeitig denke ich nicht, dass alles doom and gloom ist", sagte Produzent Marc Resteghini. CBS Entertainment-Präsidentin Amy Reisenbach betonte innovative Finanzstrategien, um Shows am Laufen zu halten. Betsy Beers von Shondaland legte Wert auf Qualität statt Quantität: "Es ging nie um die Menge der Dinge, die wir machen. Es geht um die Qualität."
Ausblickend könnten Fusionen wie der Verkauf von Warner Bros. Discovery die Produktion weiter reduzieren, doch Analysten wie Fred Black sehen die Kürzungen als stabilisierend.