Präsident Luiz Inácio Lula da Silva kündigte brasilianische humanitäre Hilfe für Venezuela an, das am Mittwoch (24.) von zwei Erdbeben erschüttert wurde. Die erste Mission mit Feuerwehrleuten und Ausrüstung bricht am Freitag (26.) auf.
Zwei Erdbeben der Stärken 7,2 und 7,5 erschütterten am Mittwochabend (24.) die venezolanische Küste und forderten mindestens 188 Tote und mehr als 1.500 Verletzte. Am stärksten betroffen war das Gebiet Morón im Bundesstaat La Guaira, wo es zu eingestürzten Gebäuden und Stromausfällen kam.
Präsident Lula bestätigte nach einem Telefonat mit der Interimspräsidentin Delcy Rodríguez die Entsendung eines Flugzeugs vom Typ KC-390 der brasilianischen Luftwaffe. Die Maschine startet am Freitag (26.) um 10 Uhr vom Flughafen Guarulhos mit 36 Feuerwehrleuten aus São Paulo, Minas Gerais und Paraná sowie Technikern des Zivilschutzes und der Anatel.
Ein zweiter Flug ist für Samstag (27.) geplant und soll Ausrüstung für ein Feldlazarett, 100 solarbetriebene Wasseraufbereitungsanlagen, Medikamente und chirurgisches Material transportieren. Itamaraty bestätigte den Tod zweier Brasilianer bei der Katastrophe und leistet den Familien konsularischen Beistand.