Die seit 2024 bestehende Schließung der venezolanischen Botschaft in Chile erschwert tausenden Migranten den Kontakt zu ihren von dem Doppelbeben betroffenen Familien.
José León, ein in Chile lebender Venezolaner, erfuhr am Mittwoch um 18.30 Uhr von dem Doppelbeben in Venezuela. Seine Familie im Bundesstaat Miranda war stundenlang ohne Strom und Mobilfunknetz.
Offiziellen Angaben der amtierenden Präsidentin Delcy Rodríguez zufolge gibt es mindestens 164 Tote und 971 Verletzte. Das Botschaftsgebäude in der Bustos-Straße in Providencia ist seit dem diplomatischen Bruch im Juli 2024 geschlossen.
Migranten wie León müssen nach Uruguay oder Argentinien reisen, um ihre Reisepässe zu verlängern. Der venezolanische Soziologe Marcos Garzón erklärte, dass die Dokumentation für Minderjährige sowie Reiseausweise die größten Schwierigkeiten darstellen.
Die chilenische Regierung unter Präsident José Antonio Kast und Außenminister Francisco Pérez Mackenna bot humanitäre Hilfe an und stellte ein Formular zur Verfügung, um betroffene Chilenen ausfindig zu machen.