Der interimistische Kanzler Patricio Torres informierte den Senat über Unregelmäßigkeiten am chilenischen Konsulat in Haiti und die nach der Abreise des Konsuls im Jahr 2025 ergriffenen Maßnahmen.
Während einer Sondersitzung des Senats zu haitianischen Minderjährigen skizzierte Torres den zeitlichen Ablauf der Ereignisse. Botschafter Manuel Rioseco schlug im März 2025 Alarm wegen Verzögerungen und Missständen bei der konsularischen Arbeit. Im September wurden schwerwiegende Probleme bei Legalisierungen festgestellt, und im Oktober wurde eine administrative Untersuchung eingeleitet sowie Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet. Konsul Rafael du Monceau kehrte am 1. November 2025 nach Chile zurück und wurde in die Direktion für europäische Angelegenheiten versetzt. Am 19. Juni 2026 trafen zwei Fachleute in Port-au-Prince ein, und am folgenden Tag wurde Botschafter Marcos Aguayo mit einer Sondermission betraut. Aguayo wird die konsularischen Verfahren überprüfen, um diese neu zu gestalten. Torres erklärte, dass die Wiedereröffnung des Konsulats sicherer erfolgen müsse, um frühere Probleme zu vermeiden.