Fünfzehn regionale Ministersekretäre haben ihre Posten nur etwas mehr als einen Monat nach dem Amtsantritt von Präsident José Antonio Kast in La Moneda verlassen. Regierungssprecherin Mara Sedini begründete die Abgänge damit, dass gründliche Hintergrundüberprüfungen unvorhergesehene Probleme aufgedeckt hätten. Der jüngste Fall betraf den Schauspieler Renato Münster, der aus persönlichen Gründen zurücktrat.
Seit dem Amtsantritt von José Antonio Kast in La Moneda vor gut einem Monat hat die chilenische Regierung den Abgang von 15 regionalen Ministersekretären (seremis) zu verzeichnen. Regierungssprecherin Mara Sedini erklärte, dass die Hintergründe von Hunderten Kandidaten gründlich geprüft worden seien, wenngleich manchmal unvorhergesehene Details ans Licht kämen. "Das Signal, das wir damit senden, ist, dass wir sofortige Entscheidungen treffen", erklärte Sedini. Sie fügte hinzu: "Sobald die Hintergründe nicht schlüssig für das sind, was wir von einem Seremi erwarten, machen wir nicht weiter." Im jüngsten Fall trat der Schauspieler Renato Münster einen Tag nach Amtsantritt als Kultursekretär für die Hauptstadtregion unter Verweis auf persönliche Gründe zurück. Vorausgegangen war das Wiederauftauchen alter Beiträge in sozialen Medien, in denen er Kast kritisiert hatte. Laut Sedini bedauerte das Kulturministerium seinen Rücktritt aufgrund einer persönlichen Angelegenheit. Zudem fand am Donnerstag der erste Flug zur Ausweisung irregulärer Einwanderer nach Bolivien, Ecuador und Kolumbien statt. Sedini merkte an, dass ein humanitärer Korridor zur Wiederherstellung der Migrationsordnung nicht ausgeschlossen sei, wobei diesbezüglich laufende Gespräche unter der Leitung des Außenministeriums stattfinden.