Der chilenische Außenminister Francisco Pérez Mackenna hielt am Freitag sein erstes Treffen mit ehemaligen Außenministern ab, nachdem die Regierung ihre Unterstützung für die UN-Generalsekretärskandidatur von Michelle Bachelet zurückgezogen hatte. Die Sitzung konzentrierte sich auf die außenpolitischen Herausforderungen Chiles vor dem Hintergrund der vorangegangenen Einwände der Teilnehmer. Pérez Mackenna bezeichnete den Dialog als „sehr positiv“.
Am Freitag, dem 27. März, leitete Außenminister Francisco Pérez Mackenna die erste Sitzung des Rates ehemaliger Außenminister, kurz nachdem Präsident José Antonio Kast Michelle Bachelet über den Rückzug der chilenischen Unterstützung für ihre Kandidatur zur Nachfolge von António Guterres als UN-Generalsekretär informiert hatte. Die im September von der Regierung unter Gabriel Boric eingereichte Kandidatur wird nun nur noch von Brasilien und Mexiko unterstützt.
Vor dem Treffen hatten ehemalige Minister wie Ignacio Walker, Heraldo Muñoz, Antonia Urrejola, Alberto van Klaveren und José Miguel Insulza einen Brief gesendet, in dem sie die Entscheidung kritisierten. Einige lehnten ein anschließendes Mittagessen als Protest ab.
Zu den Anwesenden gehörten Hernán Felipe Errázuriz, José Miguel Insulza, Juan Gabriel Valdés, Ignacio Walker, Mariano Fernández, Alfredo Moreno, Heraldo Muñoz, Roberto Ampuero, Antonia Urrejola und Alberto van Klaveren. Das Außenministerium erklärte, die Sitzung habe „die wichtigsten Herausforderungen der chilenischen Außenpolitik im aktuellen internationalen Kontext“ analysiert.
Pérez Mackenna sagte: „Wir hatten ein sehr positives erstes Treffen, einen republikanischen Dialog zu Fragen von Interesse für Chile im gegenwärtigen globalen Szenario. Ich schätze die Bereitschaft der ehemaligen Minister, ihre Erfahrung und ihr Wissen in der Außenpolitik zu teilen.“
Unterdessen kehrte Bachelet aus Genf, Schweiz, zurück, wo sie am Club de Madrid teilgenommen hatte. Sie plant, sich mit ihrem Team für mögliche Reisen zu den Vetomächten des UN-Sicherheitsrates – den Vereinigten Staaten, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Russland und China – zu treffen, bevor am 20. April die Dialoge in New York stattfinden. Sie hat bereits mit Emmanuel Macron und Wang Yi gesprochen, der sie als „Freundin“ Pekings bezeichnete. Weitere Kandidaten sind Rafael Grossi und Rebeca Grynspan.