Präsident Lula traf am Montag (11.) Michelle Bachelet und erörtert eine finanzielle Unterstützung für ihre Kandidatur als UN-Generalsekretärin. Brasilien und Mexiko halten an ihrer Unterstützung fest, nachdem Chile seine Billigung zurückgezogen hat.
Lula und Bachelet sprachen etwa 40 Minuten lang im Planalto-Palast. Der Präsident erklärte, sie hätten über die Rolle einer reformierten UN bei der Förderung von Frieden und nachhaltiger Entwicklung diskutiert.
Die brasilianische Regierung prüft derzeit rechtliche Optionen und Finanzierungsquellen, um Kampagnenausgaben der ehemaligen chilenischen Präsidentin, wie etwa Flug- und Unterbringungskosten, zu decken. Bislang hat Brasilien noch kein Geld für die Kandidatur ausgegeben.
Chile zog seine Unterstützung zurück, nachdem José Antonio Kast sein Amt angetreten hatte. Vor dem Regierungswechsel hatte Santiago etwa 28.000 US-Dollar für die Kampagne bereitgestellt. Es wird erwartet, dass Bachelet Ende Juni in den UN-Hauptsitz nach New York zurückkehrt, um Gespräche mit ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrates zu führen.