Bachelet verteidigt UN-Generalsekretärskandidatur vor der Generalversammlung

Einen Monat nachdem die chilenische Regierung ihre Unterstützung zurückgezogen hat, präsentierte die ehemalige Präsidentin Michelle Bachelet am Dienstag den 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen ihre Vision für die Führung der Organisation, während sie versucht, die erste weibliche Generalsekretärin zu werden. Nach ihrer Ankunft in New York am 15. April bereitete sie sich gemeinsam mit einem Team ehemaliger chilenischer Außenminister vor, während sie sich mit hohen Erwartungen der Opposition sowie Kritik aus den USA und lokalen Sektoren auseinandersetzen musste.

Michelle Bachelet erschien am Dienstag um 10 Uhr vor der UN-Generalversammlung, um ihre Kandidatur als Generalsekretärin zu verteidigen. Sie war am Mittwoch, dem 15. April, in New York eingetroffen und traf sich mit dem brasilianischen Botschafter Paulo Pacheco und dem Mexikaner Héctor Vasconcelos, die beide trotz des chilenischen Rückzugs im März ihre Unterstützung aufrechterhalten. Die Regierung des chilenischen Präsidenten José Antonio Kast hatte am 24. März angekündigt, die Kandidatur—die ursprünglich unter ihrem Vorgänger Gabriel Boric formalisiert worden war—nicht zu unterstützen, mit der Begründung, dass die lateinamerikanischen Kandidaturen zu stark zersplittert seien. Bachelet bereitete sich mit einem Team ehemaliger Außenminister unter der Leitung von Heraldo Muñoz vor, zu dem auch Schlüsselfiguren wie Mariano Fernández und Ignacio Walker gehören (die sich bereits zuvor als Reaktion auf den Rückzug zusammengeschlossen hatten). Die chilenische Opposition bleibt optimistisch. Jeannette Jara von der Partido Comunista äußerte sich überzeugt von ihrem Sieg und verwies auf die internationale Solidarität nach der Ablehnung durch Kast. Die Generalsekretärin der PC, Bárbara Figueroa, forderte eine hochrangige Debatte und ein Bekenntnis zum Frieden. Arturo Barrios von der Partido Socialista hob ihr Ansehen hervor und machte die Ideologie der Regierung für deren Haltung verantwortlich. Zu den Hauptkonkurrenten gehören der Argentinier Rafael Grossi, die Costa-Ricanerin Rebeca Grynspan und der ehemalige senegalesische Präsident Macky Sall. Es bestehen weiterhin Herausforderungen: Der US-Gesandte Mike Waltz äußerte republikanische Bedenken hinsichtlich ihrer Bilanz zu Menschenrechten in China und ihrer Haltung zum Schwangerschaftsabbruch. Der ehemalige PNL-Abgeordnete Johannes Kaiser bezeichnete die Kandidatur ohne die Unterstützung Chiles als kontraproduktiv.

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