Der argentinische Präsident Javier Milei ist in Chile eingetroffen, um an der Amtseinführungszeremonie von José Antonio Kast als neuem chilenischen Präsidenten teilzunehmen. Die Vereidigung findet am Mittwoch mittags im Nationalkongress von Valparaíso statt und signalisiert einen Rechtsruck im Nachbarland. Obwohl ein bilaterales Treffen geplant war, wurde es aufgrund von Terminproblemen abgesagt.
Javier Milei landete am Dienstagabend in Santiago mit seiner Schwester Karina Milei, der Generalsekretärin der Präsidentschaft, um an der Übergabezeremonie von Gabriel Boric an José Antonio Kast teilzunehmen. Die Veranstaltung, die für 12 Uhr mittags im Nationalkongress von Valparaíso angesetzt ist, markiert einen bedeutenden Wandel in der chilenischen Politik: Kast, eine ultrakonservative und wirtschaftsliberale Persönlichkeit, übernahm das Amt mit 55 % der Stimmen, dem höchsten Prozentsatz in der Geschichte Chiles. nnMileis Teilnahme soll die Verbundenheit zwischen den beiden Führern stärken, die ähnliche Ansichten zu freien Märkten und mit Washington abgestimmten Sicherheitspolitiken teilen. Quellen aus dem Casa Rosada geben an, dass die Reise eine regionale Allianz rechter Regierungen in Lateinamerika konsolidiert. Ein Dutzend Präsidenten sind anwesend, darunter Boliviens Rodrigo Paz, Uruguays Yamandú Orsi und Ecuadors Daniel Noboa, obwohl Brasiliens Luiz Inácio Lula da Silva fehlt. nnDas geplante bilaterale Treffen wurde kurzfristig wegen „Agenda-Problemen“ abgesagt. Nach der Zeremonie kehrt Milei um 15 Uhr nach Buenos Aires zurück und reist dann nach Spanien, um am 14. März das Foro Económico de Madrid im Palacio de Vistalegre abzuschließen, eine Veranstaltung mit Fokus auf Wirtschaft, Investitionen und Künstliche Intelligenz. nnKast, Sohn eines 1950 nach Chile emigrierten Nazi-Aktivisten, verspricht, die öffentlichen Ausgaben zu kürzen, Unternehmenssteuern zu senken und die Einwanderungspolitik zu verschärfen, indem er Migration mit organisiertem Verbrechen verknüpft.