Die Präsidenten José Antonio Kast und Javier Milei vereinbarten bei Kasts erster Auslandsreise nach Argentinien eine Stärkung der bilateralen Zusammenarbeit. Chile bekräftigte seine Unterstützung für die argentinische Souveränität über die Malwinen und dankte für die Bemühungen zur Auslieferung von Galvarino Apablaza, der der argentinischen Polizei entkommen war. Die chilenische Opposition ist hinsichtlich des ehemaligen Frentista, der des Mordes an Jaime Guzmán beschuldigt wird, gespalten.
Präsident José Antonio Kast unternahm seine erste Auslandsreise als Staatsoberhaupt nach Buenos Aires und traf seinen Amtskollegen Javier Milei in der Casa Rosada. In einer gemeinsamen Erklärung der Außenministerien unterstützte Chile die Souveränitätsrechte Argentiniens über die Malwinen, Südgeorgien, die Südlichen Sandwichinseln sowie die umliegenden Seegebiete und drängte auf die Wiederaufnahme von Gesprächen mit dem Vereinigten Königreich. Beide Regierungen vereinbarten, die Anwerbung von Investitionen, den bilateralen Handel, die Energie- und Bergbauintegration sowie die technologische Zusammenarbeit zu fördern. Im Sicherheitsbereich wollen sie die Bemühungen gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität vertiefen. Der chilenische Außenminister Francisco Pérez Mackenna dankte für die argentinischen Bemühungen im Auslieferungsverfahren von Galvarino Apablaza, dem flüchtigen Ex-Frentista, der der Polizei vergangene Woche entkommen war. Kast erörterte den Fall Apablaza mit Milei, wobei er auf die Fortschritte unter dessen Regierung hinwies und Verteidiger kritisierte: „Es alguien que quiere evadir la justicia“, oder „Er ist jemand, der sich der Justiz entziehen will“. Apablazas Verteidigung plant eine Beschwerde bei der UNO wegen der Angst vor Folter, was Kast als Verzerrung bezeichnete und das chilenische Justizsystem verteidigte. Die Opposition ist gespalten. Jeannette Jara (PC) erklärte, sie habe kein „juicio de valor“ oder Werturteil über ihn und sei sich seiner kommunistischen Verbindungen nicht bewusst gewesen. PC-Chef Lautaro Carmona nannte ihn einen „antifaschistischen Kämpfer“ und erinnerte daran, den Mord an Guzmán verurteilt zu haben. Innerhalb des Socialismo Democrático forderten Raúl Leiva und Raúl Soto, dass er sich in Chile stellen müsse, und betonten, dass dort Rechtsstaatlichkeit ohne politische Verfolgung herrsche.