Kast trifft Bachelet und reist nach Ecuador zur Begegnung mit Noboa

Der designierte Präsident José Antonio Kast traf sich am Montag in Santiago mit der ehemaligen Präsidentin Michelle Bachelet, sein zweites Treffen mit einem chilenischen Ex-Staatsoberhaupt. Danach reiste er nach Quito, um den ecuadorianischen Präsidenten Daniel Noboa zu treffen, mit Fokus auf Migration und Sicherheit.

José Antonio Kast, designierter Präsident Chiles nach dem Sieg in der Stichwahl am 14. Dezember mit 58,2 % der Stimmen, startete am Montag eine intensive Agenda. Um die Mittagszeit traf er sich mit der ehemaligen Präsidentin Michelle Bachelet in ihrem Büro in Santiago. Dies ist sein zweiter Dialog mit einem chilenischen Ex-Staatsoberhaupt nach dem Treffen mit Eduardo Frei Ruiz-Tagle am vergangenen Freitag.

Kast hatte zuvor seine Absicht geäußert, Bachelet um Rat zur Wiederherstellung der globalen Anerkennung Chiles für Stabilität und Sicherheit zu bitten: „Ich werde sie um Rat bitten, wie wir Chile seine weltweite Anerkennung für Stabilität und Sicherheit zurückgeben können.“ Das zugrunde liegende Thema ist Bachelets potenzielle Kandidatur für den UN-Generalsekretärsposten, zu dem Kast sagte, er werde den Hintergrund analysieren: „Ich werde sie treffen und dann muss das Gegenstand einer Analyse sein. Die Entscheidung muss nicht sofort fallen.“

Nach dem Treffen reiste Kast nach Ecuador, seine zweite Auslandsreise seit seinem Sieg. Am 16. Dezember hatte er Buenos Aires besucht, um Präsident Javier Milei zu treffen und über Sicherheit, Wirtschaft sowie die mögliche Aufnahme von José Luis Daza in die chilenische Regierung zu sprechen. In Quito trifft er am Dienstag Daniel Noboa, um die Migrationskrise, Sicherheitsherausforderungen und wirtschaftliche Entwicklung zu besprechen. Der Besuch umfasst einen humanitären Korridor angesichts der Verschärfung der Grenzkontrollen durch Peru sowie Gespräche zur Bekämpfung organisierter Kriminalität und Drogenhandels in Ecuador.

Kast wird von seinem Berater Cristián Valenzuela, einem Oppositionssenator aus dem Norden, und möglicherweise vom Gouverneur von Arica, Diego Paco, begleitet. Treffen mit lokalen Behörden und Geschäftsleuten sind geplant. Zukünftige Reisen umfassen Peru im Januar zur Begegnung mit José Jerí sowie mögliche Besuche in den USA und Spanien vor dem 11. März. Details zur ecuadorianischen Reise werden in einem Interview mit Kast bei Canal 13 heute Abend enthüllt.

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