Präsidialamtsleiterin Karina Milei hat einen Wahlvorbereitungsausschuss ins Leben gerufen, um die Wiederwahl von Javier Milei im Jahr 2027 vorzubereiten. Der Fokus liegt dabei auf der Ordnung von Kandidaturen und der Bildung von Bündnissen mit Gouverneuren. Schlüsselfiguren wie Martín Menem und Diego Santilli leiten die territoriale Expansion. Interne libertäre Aktivisten haben ihre Führung kritisiert.
Karina Milei, die Leiterin des Präsidialamtes, hat den Wahlausschuss für 2027 aktiviert, um die Strategie von La Libertad Avanza für die Wiederwahl von Javier Milei zu entwerfen. Die Initiative zielt darauf ab, territoriale Macht aufzubauen, Kandidaturen zu ordnen und mit Verbündeten zu verhandeln, um eine der Hauptschwächen der Regierung seit ihrem Amtsantritt anzugehen.
Martín Menem, Eduardo Menem und Diego Santilli bilden den politischen Kern, der die Koordination mit Gouverneuren und Provinzführern übernimmt. Die Regierung hat bereits Kontakte zu Rogelio Frigerio aus Entre Ríos und Alfredo Cornejo aus Mendoza im Innenministerium der Casa Rosada geknüpft. Diese Treffen deuten auf schrittweise Vereinbarungen zur Stärkung der Wahlaufstellung hin.
Aktivisten von La Libertad Avanza äußerten jedoch Unzufriedenheit. Der Streamer Alejandro Sarubbi kritisierte die Führung von Karina Milei als „tibia y cagona“ (lauwarm und feige) und zielte dabei auf Sebastián Pareja ab, den Verantwortlichen für den Aufbau in Buenos Aires, der von ihr unterstützt wird. Sarubbi erklärte: „Karina hat Pareja gebracht. Übernehmt die Verantwortung“, und lehnte den Gehorsam gegenüber Opportunisten ab.
Marcela Pagano kritisierte Karina Mileis inneren Kreis mit den Worten: „Sie haben alle verraten.“ Wichtige Entscheidungen werden bis nach der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zurückgestellt, wobei der Schwerpunkt zunächst auf internen Verhandlungen und der Konsolidierung der Führung liegt.