Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum bestätigte am Mittwoch, dass ihre Regierung weiterhin die Kandidatur von Michelle Bachelet für das Amt des UN-Generalsekretärs unterstützt, nachdem der chilenische Präsident José Antonio Kast seine Unterstützung zurückgezogen hatte. Sheinbaum würdigte Bachelets Erfahrung und kündigte ein baldiges Telefonat mit ihr an.
Während ihrer morgendlichen Pressekonferenz am 25. März 2026 erklärte Präsidentin Claudia Sheinbaum: „Wir werden sie weiterhin unterstützen. Ich werde bald mit ihr telefonieren. Sie ist eine Frau mit viel Erfahrung, die den Weltfrieden anstrebt. Sie ist die ideale Person, um die Vereinten Nationen zu leiten.“ Sie betonte, dass Mexikos Gründe für die Unterstützung Bachelets „weiterhin gültig“ seien, auch wenn es nicht notwendig sei, Kandidaten aus dem eigenen Land zu unterstützen. Mexiko hatte sich im Oktober 2025 dazu entschieden, Bachelet zu unterstützen, nachdem ein Treffen mit ihr und Alicia Bárcena, der heutigen Umweltministerin (Semarnat), stattgefunden hatte. Bárcena unterstützt die Kandidatur ebenfalls aufgrund ihrer UN-Expertise und ihrer Rolle als Botschafterin in Chile von 2022 bis 2023. Sheinbaum konsultierte Außenminister Juan Ramón de la Fuente und Bárcena, die beide zustimmten. Sie sagte, man werde Brasiliens Haltung prüfen, dem anderen bisherigen Verbündeten an der Seite Chiles. Der chilenische Präsident José Antonio Kast hatte die Unterstützung am Vortag in einer Erklärung zurückgezogen und argumentiert, dass „der Kontext dieser Wahl, die Zersplitterung der Kandidaturen aus lateinamerikanischen Ländern und Differenzen mit einigen relevanten Akteuren, die diesen Prozess definieren, diese Kandidatur undurchführbar machen“. Außenminister Francisco Pérez Mackenna bekräftigte, dass die „Erfolgsaussichten sehr gering“ seien, was auf die Zersplitterung der südamerikanischen Kandidaten und die Ansichten wichtiger Akteure zurückzuführen sei, was über rein wirtschaftliche Kosten hinausgehe. Bachelet bestätigte, dass ihre Kandidatur mit der Unterstützung Mexikos und Brasiliens fortgesetzt wird. Sie tritt gegen Rebeca Grynspan aus Costa Rica, den Argentinier Rafael Grossi und die ecuadorianisch-libanesische Ivonne Baki an. Die Amtszeit des derzeitigen Generalsekretärs António Guterres endet am 31. Dezember 2026. Die chilenische Opposition kritisierte den Schritt: Jaime Quintana von der PPD bezeichnete ihn als „schweren Fehler“ und José Antonio Viera-Gallo nannte ihn „sehr ideologisch“, merkte jedoch an, dass Bachelet dennoch gewinnen könnte.