Chinas UN-Botschafter Fu Cong hat sich für eine Frau an der Spitze der Organisation ausgesprochen. Die Aussage fällt in die Zeit von Michelle Bachelets Kandidatur als Nachfolgerin von Antonio Guterres. China befürwortet eine bessere geografische Repräsentation und den Multilateralismus.
Fu Cong, Chinas Botschafter bei den Vereinten Nationen, sprach sich am Freitag für eine Frau an der Spitze der UN aus. Bei einem Pressetermin erklärte er: „Wir würden uns eine bessere geografische Repräsentation wünschen, und sollte es nach so vielen Jahren eine Frau sein, würde China das positiv begrüßen.“
Cong betonte, dass der nächste Generalsekretär Entwicklung und Multilateralismus stärken müsse. Er fügte hinzu, die Führungsperson müsse „fest dem Multilateralismus verpflichtet“ sein und „nicht übermäßig auf die Politik einer einzelnen Supermacht ausgerichtet“ sein, womit er sich auf die Vereinigten Staaten bezog. Das multilaterale System befinde sich in einem „heiklen Moment“ und benötige politische sowie finanzielle Unterstützung, so der Botschafter.
Die Äußerungen fallen in eine Zeit internationaler Unterstützung für Bachelet, die ihre Kandidatur vor der UN-Generalversammlung in New York präsentierte. Sie erhält Unterstützung aus Mexiko und Brasilien. Die chilenische Regierung unter José Antonio Kast erklärte, sie werde ihre Bewerbung nicht unterstützen.
Bachelet konkurriert mit Rafael Grossi, Macky Sall und Rebeca Grynspan um die Nachfolge von Guterres im November.