Im Rahmen ihrer Reise nach Barcelona im Jahr 2026 nahm die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum gemeinsam mit progressiven Staats- und Regierungschefs am IV. Gipfeltreffen zur Verteidigung der Demokratie teil. Sie plädierten für UN-Reformen zur besseren Repräsentation, lehnten militärische Interventionen in Kuba ab und positionierten ihren Block gegen Donald Trumps „Americas Shield“, unterstützt von den Gastgebern Pedro Sánchez und Luiz Inácio Lula da Silva.
Der Gipfel, der am Samstag vom spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez und dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva ausgerichtet wurde, brachte ein Dutzend progressive Führungspersönlichkeiten zusammen, darunter Sheinbaum, den Südafrikaner Cyril Ramaphosa, den Kolumbianer Gustavo Petro und den Uruguayer Yamandú Orsi. Die Teilnehmer einigten sich darauf, auf eine Umstrukturierung der Vereinten Nationen zu drängen, um Regionen wie Afrika besser zu vertreten, und schlugen vor, erstmals eine Frau als Nachfolgerin von António Guterres an die Spitze der Organisation zu wählen.
Sheinbaum bekräftigte das Engagement Mexikos für Nichteinmischung und Selbstbestimmung, forderte eine Erklärung gegen militärische Maßnahmen in Kuba und betonte die Bedeutung des Dialogs in Konflikten. Sie wiederholte ihren Vorschlag, 10 % der weltweiten Militärausgaben in Wiederaufforstungsprojekte umzuleiten. Lula verurteilte das Wirtschaftsembargo gegen Kuba und kritisierte einseitige „Imperatoren“, die anderen ihre Regeln aufzwingen.
Das Treffen bildet ein Gegengewicht zur „Americas Shield“-Initiative, die Trump bei einem US-Gipfel im März unter Ausschluss Mexikos ins Leben gerufen hatte und an der ideologisch gleichgesinnte Staatschefs wie der Argentinier Javier Milei und der Salvadorianer Nayib Bukele teilnahmen. Analysten sehen darin eine Verschiebung hin zu ideologischen Blöcken anstelle geografischer Allianzen, was an Sheinbaums frühere Klarstellungen anknüpft, dass der Gipfel den Weltfrieden im Geiste der UN-Charta fördert.