Präsidentin Claudia Sheinbaum schlug vor, dass die Vereinigten Staaten Öl nach Kuba schicken, um eine humanitäre Krise aufgrund von Energiemangel auf der Insel zu verhindern. Sie äußerte Bedenken hinsichtlich potenzieller Zölle der Trump-Regierung gegenüber Ländern, die Rohöl an Kuba liefern. Sie wies das Außenministerium an, den Umfang dieser Maßnahmen zu klären.
Am 30. Januar 2026 sprach Präsidentin Claudia Sheinbaum während ihrer Morgenpressekonferenz in Baja California über die Energiesituation Kubas inmitten von Zolldrohungen der Vereinigten Staaten. Sheinbaum betonte, dass Mexiko weniger als 1 Prozent seiner Ölförderung an die Insel liefert, hauptsächlich leichte Öle wie Istmo und Olmeca, die in maroden Kraftwerken verwendet werden. „Es wurden an Kuba weniger als 1 Prozent des (Öls) geliefert, das wir produzieren, um den Kontext zu verdeutlichen“, sagte sie. Die Präsidentin hob das Risiko einer humanitären Krise hervor: „Ohne Energie funktionieren Krankenhäuser, Kühlschränke nicht und es entsteht eine humanitäre Krisensituation, die das Leben der Menschen beeinträchtigt“. Am 29. Januar war 57 Prozent Kubas über Nacht ohne Strom, eine ähnliche Situation wurde für diesen Freitag erwartet. Kuba benötigt täglich etwa 110.000 Barrel, produziert 40.000 und ist auf Importe für die restlichen 70.000 angewiesen, darunter 20.000 bis 22.000 aus Mexiko. Als Reaktion auf die Executive Order von Donald Trump, die Zölle auf Länder verhängt, die Rohöl an Kuba verkaufen oder liefern, lehnte Sheinbaum es ab, Mexiko kommerziell zu riskieren. „Wir müssen den Umfang kennen, denn wir wollen unser Land auch nicht in Bezug auf Zölle gefährden“, erklärte sie. Sie forderte die USA auf, direkt Öl zu liefern oder die Maßnahmen zu klären, und wies darauf hin, dass mexikanische Lieferungen souverän sind, über Pemex-Verträge oder humanitäre Hilfe. Venezuela hat seine Lieferungen bereits nach einem Abkommen mit den USA ausgesetzt. Sheinbaum wies Bloomberg-Berichte über ausgesetzte Lieferungen zurück und erklärte, Pemex entscheide auf Basis von Verträgen. Pemex-Direktor Víctor Rodríguez Padilla wird am 4. Februar mehr Details geben. Die Präsidentin betonte die Solidarität Mexikos: „Mexiko war immer solidarisch mit der ganzen Welt“.