Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva unterstützte die Kandidatur von Michelle Bachelet für das Amt des UN-Generalsekretärs, nachdem er sie in Brasília getroffen hatte.
Lula und Bachelet trafen sich am Montag für knapp eine Stunde im Planalto-Palast. Der brasilianische Staatschef hob ihre Erfahrung als Staatsoberhaupt und innerhalb der UN hervor und erklärte, dass sie damit qualifiziert sei, die erste lateinamerikanische Frau an der Spitze der Organisation zu sein.
Sie erörterten die Rolle einer reformierten UN bei der Förderung von Frieden, nachhaltiger Entwicklung und Multilateralismus. Bachelet stellte ihre Kandidatur am 21. April während einer dreistündigen Sitzung der Generalversammlung vor.
Chile zog unter Präsident José Antonio Kast seine offizielle Unterstützung zurück, doch Brasilien und Mexiko halten an ihrem Rückhalt fest. Zu den weiteren Kandidaten zählen Rafael Grossi, Rebeca Grynspan und Macky Sall.
Lula bekräftigte erneut, dass Bachelet angesichts ihrer zwei Amtszeiten als chilenische Präsidentin und ihrer hochrangigen UN-Funktionen über den herausragendsten Lebenslauf für diesen Posten verfüge.