Gabriel Boric nimmt an nicht-öffentlichen Treffen mit Frente Amplio-Mitgliedern teil

Der ehemalige Präsident Gabriel Boric hat im Rahmen des ideologischen Kongresses der Frente Amplio an Treffen hinter verschlossenen Türen mit Basis-Mitgliedern teilgenommen. Ziel dieser Zusammenkünfte ist es, die Prinzipien, Bündnisse und die Rolle der Partei in der Opposition nach der Wahlniederlage zu definieren. Auch andere ehemalige Regierungsvertreter wie Giorgio Jackson und Javiera Toro schließen sich verschiedenen Gruppen an.

Der ehemalige Präsident Gabriel Boric nahm an zwei Unidades Congresales (UCON)-Treffen der Frente Amplio teil. Das erste fand am 11. April im Sektor Pedro Alarcón in der Gemeinde San Miguel statt, das zweite am 22. April im Sektor Chiloé. Boric tauschte sich zwei Stunden lang mit Basis-Mitgliedern aus und diskutierte über die Amtsführung seiner Regierung sowie die Wahlniederlage im Dezember, durch die José Antonio Kast zum Präsidenten gewählt wurde.

Der ideologische Kongress der FA begann am 21. März an der Universidad de Santiago und endet im Juni mit einem nationalen Plenum. Der Vorstand unter der Leitung von Constanza Martínez bildete in den verschiedenen Gemeinden 250 Gruppen von jeweils 15 bis 20 Mitgliedern. Ehemalige Amtsträger wie Ex-Minister Giorgio Jackson (per Zoom aus Barcelona), Francisco Figueroa in Ñuñoa und Javiera Toro in Santiago beteiligen sich an diesen horizontalen Austauschformaten.

Die Diskussionen reflektieren die Geschichte der Partei ausgehend von den Studentenbewegungen und zielen darauf ab, Prinzipien wie Feminismus, Sozialismus und Ökologie zu vereinfachen und unnötige „Ismen“ zu streichen. Ein Mitglied äußerte: „Was für die Frente Amplio heute am wichtigsten ist, ist der Aufbau eines Landesprojekts, das für die Mehrheiten Sinn ergibt. Nicht in Zeiträumen von vier Jahren denken, sondern in 20.“ Ein Parlamentarier fügte hinzu: „Wir müssen über den studentischen Kampf hinauswachsen, um die breiten Bevölkerungsschichten zu repräsentieren.“

Nächste Woche wird der Vorstand einen ersten Bericht über den von Javier Ahumada geleiteten Prozess erhalten. Eine abschließende Runde zu möglichen Bündnissen mit dem Socialismo Democrático oder der Partido Comunista steht noch aus und wird die Vorstandswahl im August beeinflussen.

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