Sicherheitsministerin Trinidad Steinert verteidigte den Rücktritt der PDI-Geheimdienst-Unterdirektorin Consuelo Peña vor dem Sicherheitsausschuss der Abgeordnetenkammer als institutionelle Entscheidung. Die Opposition äußerte Skepsis und kündigte Vorladungen sowie eine mögliche Interpellation an. Der Fall steht im Zusammenhang mit einem früheren Memo zur Untersuchung des Clan Chen.
Sicherheitsministerin Trinidad Steinert erschien am 23. März 2026 vor dem Ausschuss für Bürgersicherheit der Abgeordnetenkammer, um sich zum Ausscheiden von Consuelo Peña, Generalpräfektin und PDI-Unterdirektorin für Geheimdienst, organisiertes Verbrechen und Migrationssicherheit, zu äußern. Steinert beharrte darauf, es handele sich um eine 'institutionelle Entscheidung' der PDI, da Peña auf über 30 Dienstjahre zurückblicken könne, und distanzierte sich von einer direkten Einflussnahme: 'Ich hege gegen niemanden Groll, im Gegenteil, was wir heute tun müssen, ist für Chile zu arbeiten', sagte sie nach der Sitzung. Peña wurde durch den Generalpräfekten Ricardo Gatica ersetzt, der von Direktor Eduardo Cerna ernannt wurde. Berichten zufolge hatte Cerna versucht, die Maßnahme hinauszuzögern, die administrativ an jenem Montag in Kraft trat. Die Kontroverse geht auf ein vertrauliches Memo zurück, das Steinert am 13. März, wenige Tage nach Amtsantritt, versandt hatte. Darin forderte sie Details zu Personaländerungen in der Anti-Drogen- und Organisierte-Kriminalitäts-Brigade (Brianco) von Tarapacá, die mit den Ermittlungen gegen den 'Clan Chen' in Verbindung standen, den sie als Regionalstaatsanwältin betreut hatte. Quellen weisen auf frühere Spannungen hin: Im Januar, nach einer Operation gegen den Clan Chen in der Zofri von Iquique, hatte Peña die Versetzung von vier Beamten aus Iquique angeordnet, darunter einer, der Steinert nahestand. Steinert rechtfertigte ihre Anfrage unter Berufung auf die Artikel 3, 4 D und 5 des Sicherheitsministeriumsgesetzes: 'Ich mache lediglich von meinen Befugnissen Gebrauch.' Die Opposition reagierte kritisch. Der Abgeordnete Jaime Araya (unabhängig-PPD) kündigte an, eine Vorladung von Cerna zu beantragen: 'Es kommt mir seltsam vor, dass wir solch wichtiges Humankapital im Kampf gegen den Drogenhandel verschwenden.' Raúl Leiva (PS) bezeichnete das Memo als 'gravierend', da es möglicherweise gegen die Befangenheitsregeln verstoße, und wird den Rechnungshof einschalten. Patricio Pinilla (DC) warnte vor weiteren Zweifeln und einer möglichen Interpellation. Senator Iván Flores (DC) warf Steinert vor: 'Wir wissen alle, dass das nicht stimmt', bezogen auf ihre Rechtfertigungen.