Mario Aguilar, Vorsitzender der Lehrergewerkschaft, begrüßte die Verstärkung der Polizeistreifen an Schulen durch die Regierung, kritisierte jedoch das Fehlen grundlegender Maßnahmen gegen Schulgewalt. Sicherheitsministerin Trinidad Steinert kündigte nach Vorfällen wie dem tödlichen Angriff in Calama häufigere Patrouillen an Schulen mit hohem Risiko an.
Die Gewalt an Schulen in Chile hat sich seit dem tödlichen Angriff am Liceo Obispo Silva Lezaeta in Calama verschärft, was dazu führte, dass mehr als 60 Schulen aufgrund von Drohungen mit Massakern oder Schießereien den Unterricht aussetzten.
Am Samstag kündigte Sicherheitsministerin Trinidad Steinert konstantere und effektivere Polizeistreifen durch die Carabineros im Umfeld gefährdeter Schulen an. „Wir handeln“, betonte die Ministerin, lehnte es jedoch aus Sicherheitsgründen ab, genaue Standorte zu nennen.
Mario Aguilar, Vorsitzender des Colegio de Profesores, hält diese Maßnahmen in Gebieten mit vorangegangenen Vorfällen für angemessen. Er warnte jedoch: „Grundlegende Maßnahmen sind nicht in Sicht, und mehr Polizeirunden, die Installation von Detektoren oder die Kontrolle von Rucksäcken allein werden nicht ausreichen.“
Aguilar forderte Anstrengungen in den Bereichen Eindämmung, psychische Gesundheit, Lehrplanüberprüfung und mehr Unterstützungspersonal. Zudem lehnte er eine Kürzung des Bildungsbudgets um 3 % ab: „Dies wird sich direkt auf die Möglichkeit einer persönlicheren Arbeit auswirken.“