Die Polizei hat drei Studierende der Universidad Austral de Valdivia als Verdächtige im Fall des Angriffs auf Wissenschaftsministerin Ximena Lincolao identifiziert, der sich am Mittwoch während der Eröffnungsfeier des akademischen Jahres ereignete. Polizeiquellen zufolge könnten bis zu sechs Personen beteiligt sein, und Innenminister Claudio Alvarado bestätigte, dass ihre Identitäten bekannt seien. Die Ermittlungen schreiten voran und könnten kommende Woche zu Festnahmen führen.
Wissenschaftsministerin Ximena Lincolao wurde am Mittwoch an der Universidad Austral de Valdivia (UACh) während ihres Besuchs bei der Eröffnungsfeier des akademischen Jahres angegriffen. Der Vorfall löste eine Untersuchung durch die Staatsanwaltschaft von Los Ríos und die Polizei aus, die bereits Erkenntnisse über die Beteiligten vorliegen haben.
Polizeiquellen nannten gegenüber La Tercera die Namen von drei UACh-Studierenden als 'Personen von Interesse': Maximiliano Andrés Herrera Catalán aus dem Studiengang öffentliche Verwaltung, der bereits durch Proteste in Erscheinung getreten ist; María Jesús Madariaga Rojas aus der Anthropologie, die angeblich Wasser auf die Ministerin geschüttet haben soll; sowie Nataly Santander Santibáñez, die bereits 2025 wegen Graffiti-Schmierereien aktenkundig wurde. Innenminister Claudio Alvarado erklärte: „Wir wissen bereits, wer sie sind. Natürlich müssen wir auf die anschließende Festnahme warten. Es handelt sich um Studierende und studentische Führungskräfte“.
Rektor Egon Montecinos sagte vor der leitenden Staatsanwältin Alejandra Anabalón aus und aktivierte ein internes Protokoll, das zu Sanktionen bis hin zum Ausschluss führen könnte. Er räumte ein, dass eine von innen geöffnete Seitentür zur Aula Magna den Protestierenden den Zutritt ermöglicht habe, und gab zu, dass die ursprüngliche Strategie des Dialogs gescheitert sei. Er schloss eine externe Beteiligung nicht aus.
PDI und Carabineros verifizieren derzeit die Identitäten für Haftbefehle, die möglicherweise in der kommenden Woche ausgestellt werden, während die Universität mit der strafrechtlichen Untersuchung sowie ihrem internen Prozess kooperiert.