Die formelle Anklageerhebung gegen drei ehemalige Carabineros und 12 Zivilisten, denen die Zugehörigkeit zu einer kriminellen Vereinigung in Curanilahue vorgeworfen wird, wurde bis Montag, den 18. Mai, verlängert. Die Beschuldigten sollen an Tatorten von Schießereien Beweise manipuliert haben und waren Teil der sogenannten „La Banda de los Moto“.
Die drei ehemaligen Carabineros-Beamten wurden am Donnerstag, den 14., auf der vierten Polizeiwache in Curanilahue in der Provinz Arauco, Region Biobío, festgenommen. Laut der Regionalstaatsanwältin Marcela Cartagena beging die Gruppe ungerechtfertigte Schießereien, versuchte Tötungsdelikte und Raubüberfälle mit Gewalt.
Das Regionalkommando Biobío der Carabineros berichtete, dass die interne Ermittlungsabteilung die drei Beamten aus der Präfektur Arauco mit den mutmaßlichen Straftaten in Verbindung brachte. Die Beschuldigten sollen an Orten, an denen es zu öffentlichen Schießereien kam, Beweise manipuliert haben.
Sicherheitsministerin Trinidad Steinert lobte die Reaktion der Institution. Zu den Anklagepunkten gehören unterlassene Anzeigeerstattung, Strafvereitelung, Bildung einer kriminellen Vereinigung, Veruntreuung staatlicher Subventionen sowie mehrfache Urkundenfälschung. Neun der 15 Inhaftierten wurden bereits formell angeklagt.