Die ehemaligen Bildungsminister Nicolás Cataldo und Raúl Figueroa haben das Projekt Escuelas Protegidas analysiert, das kürzlich vom Senat verabschiedet wurde und sich nun in der dritten Phase befindet.
In einem Gespräch mit der Sendung Desde La Redacción von La Tercera stimmten beide ehemaligen Amtsträger darin überein, dass gegen Schulgewalt vorgegangen werden muss, warnten jedoch vor möglichen Enttäuschungen, falls zu hohe Erwartungen geweckt werden. Cataldo merkte an, dass internationale Erkenntnisse zu Rucksackkontrollen nicht eindeutig seien und ein Gefühl der Kriminalisierung erzeugen könnten. Figueroa ergänzte, dass diese Maßnahme bereits durch das Gesetz zur schulischen Koexistenz abgedeckt sei. In Bezug auf den Verlust der Gebührenfreiheit für fünf Jahre bei Verurteilungen wegen Gewalt unterstützte Figueroa die Maßnahme als klares Signal für Konsequenzen. Cataldo äußerte Zweifel an deren Wirksamkeit bei der Verhaltensänderung und verwies dabei auf den Fall Aula Segura. Die ehemaligen Minister diskutierten zudem über die Existenz staatlicher Bildungspolitik und die Tendenz zur Politisierung des Systems.