Das Konsortium der Rektoren staatlicher Universitäten (Cuech) hat eine Stellungnahme veröffentlicht, in der es sich gegen eine mögliche Haushaltsanpassung von 3 % ausspricht, die ihre Finanzierung beeinträchtigen würde. Sie warnten, dass es keinen Spielraum für Kürzungen gebe, ohne die Qualität der öffentlichen Bildung zu gefährden. Die Leiter der 18 öffentlichen Universitäten wiesen auf die Risiken für die Berufsausbildung, die Forschung und die Innovation hin, insbesondere in den Regionen. Das Bildungsministerium lehnte eine Stellungnahme zu dieser Erklärung ab.
In den vergangenen zwei Wochen haben Minister wie María Paz Arzola (Bildung) und Ximena Lincolao (Wissenschaft) sowie die Unterstaatssekretärinnen Fernanda Valdés und Fernando Araos die Rektoren davor gewarnt, dass die 3-prozentige Haushaltsanpassung der Regierung von José Antonio Kast die Finanzierung staatlicher Hochschulen beeinträchtigen könnte.
Das Cuech, das die 18 öffentlichen Universitäten vertritt, gab am Donnerstag eine entschlossene Stellungnahme ab. „Es gibt keinen realen Spielraum für eine finanzielle Anpassung bei den staatlichen Universitäten, ohne die Qualität der öffentlichen Bildung aufgrund der strukturellen Beschränkungen des Systems zu beeinträchtigen“, erklärten sie. Sie fügten hinzu, dass jede Kürzung den strategischen Bedarf untergraben würde, die Berufsausbildung, die Forschung und die Innovation in den Regionen zu stärken.
Die Rektoren teilten die Sorge der Regierung hinsichtlich der öffentlichen Ausgaben, warnten jedoch davor, dass pauschale Kürzungen nicht neutral seien. Sie kritisierten die geltenden Vorschriften, die ihre Fähigkeit einschränken, Kürzungen im Vergleich zu privaten Universitäten aufzufangen. Zudem unterstützten sie ein Moratorium für neue Teilnehmer des „Gratuidad“-Programms und verwiesen dabei auf die unregulierte Expansion des privaten Sektors.
Bei ihrem Amtsantritt vor dem Cruch am 26. März hatte Arzola bereits angedeutet, dass die Finanzierung der Hochschulbildung keine Priorität habe und der Fokus auf der frühkindlichen Bildung liege. Das Ministerium lehnte eine Reaktion auf die Stellungnahme des Cuech ab.