Die Regierung von José Antonio Kast hat ihre ursprünglichen Vorschläge zur Begrenzung der beitragsfreien Hochschulbildung angesichts des Widerstands der Koalitionsparteien RN und UDI abgeschwächt. Anstelle einer Altersgrenze und eines vierjährigen Moratoriums für neue Institutionen entschied sie sich für mildere Anpassungen bei den Wirtschaftsindikatoren und eine zweijährige Pause. Der Schritt soll die Verabschiedung des Wiederaufbauprojekts erleichtern.
Die chilenische Regierung hat ihren Ansatz zur beitragsfreien Hochschulbildung, einer Politik, die nun in ihr zehntes Jahr geht, im Rahmen des umfassenden Wiederaufbauprojekts überarbeitet. Ein erster offizieller Entwurf sah vor, den Anspruch für Personen über 30 Jahren auszuschließen, was später auf 12 Jahre nach dem Schulabschluss angepasst wurde, wie Finanzminister Jorge Quiroz erläuterte. Diese Ideen lösten interne Spannungen und Kritik seitens führender Koalitionsmitglieder aus. Gesetzgeber wie Diego Schalper (RN) stellten die Altersgrenze in Frage: „Es ist ein Fehler, die beitragsfreie Bildung für über 30-Jährige streichen zu wollen.“ Jorge Alessandri (UDI), Präsident der Abgeordnetenkammer, stimmte zu: „Was die beitragsfreie Bildung betrifft, halten wir die Einführung einer Altersgrenze für einen Fehler.“ Der Widerstand von RN und UDI prägte die endgültigen Änderungen. Artikel 24 ersetzt das trendmäßige BIP durch das trendmäßige BIP ohne Bergbau als Indikator, was die Schwellenwerte anhebt und es erschwert, neue Einkommensdezile für die beitragsfreie Bildung zu aktivieren. Artikel 25 legt ein zweijähriges Moratorium für den Beitritt neuer Institutionen fest, gegenüber ursprünglich vier Jahren, ohne die bestehenden Institutionen zu beeinträchtigen. Sergio Bobadilla (UDI), Vorsitzender des Bildungsausschusses, lobte die Entscheidung: „Das geht in die richtige Richtung und bezieht notwendige Verantwortung sowie eine bessere Zielgruppenorientierung ein.“ Die PC-Abgeordnete Daniela Serrano kritisierte: „Die Regierung hat erkannt, dass ihr die Unterstützung für eine grundlegende Reform fehlte.“ Schalper merkte an, dass die Einschränkungen den Konsens erleichtern würden.