Mehr als 60 Oppositionsbürgermeister, darunter aus Maipú, Estación Central und Recoleta, haben eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sie den nationalen Wiederaufbauplan von Präsident José Antonio Kast nach dessen Vorstellung im nationalen Fernsehen kritisieren. Aufbauend auf früheren Einwänden von Senatoren bezeichneten sie den Plan als indirekte Steuerreform, die angesichts steigender Lebenshaltungskosten Großunternehmen und Wohlhabenden zugutekommt, und riefen dazu auf, mit Nein zu stimmen.
In einer öffentlichen Erklärung zeigten sich die Bürgermeister überrascht und enttäuscht darüber, dass der Plan – der bereits im März angekündigt worden war und auf Widerstand bei Oppositionssenatoren stieß – die Bedürfnisse der Mehrheit ignoriert und stattdessen die Interessen derer priorisiert, die ohnehin schon am meisten haben. Sie kritisierten die Senkung der Unternehmenssteuer von 27 % auf 23 % als eine Maßnahme, die das Steueraufkommen verringert, ohne den von der Inflation betroffenen Menschen zu helfen. Zudem merkten sie an, dass die Erleichterungen bei der Grundsteuer lediglich einkommensstarken Senioren mit Immobilien von hohem Wert zugutekämen. Zu den Unterzeichnern gehören Tomás Vodanovic (Maipú), Felipe Muñoz (Estación Central), Macarena Ripamonti (Viña del Mar), Miguel Concha (Peñalolén), Karina Delfino (Quinta Normal) und Fares Jadue (Recoleta). Entgegen den Erwartungen waren in dem Plan keine Sicherheitsmaßnahmen enthalten. Sie warnten zudem vor Risiken für den kommunalen Ausgleichsfonds ohne entsprechende Kompensation oder Konsultation der Kommunen und schlossen mit den Worten: 'Chile muss mit Gerechtigkeit und sozialem Zusammenhalt wachsen und dabei die große Mehrheit der chilenischen Familien in den Vordergrund stellen.' Dies deckt sich mit früheren Forderungen der Opposition nach steuerlicher Transparenz und sozialen Sicherungsmaßnahmen.