Nach der Zustimmung des Senats am 26. März hat die mexikanische Abgeordnetenkammer die Wahlreform Plan B in der Generaldebatte mit 377 Ja-Stimmen gegen 102 Nein-Stimmen verabschiedet. Die von Präsidentin Claudia Sheinbaum geförderte Initiative zielt darauf ab, Privilegien in Wahlbehörden und lokalen Regierungen abzubauen. Die Detailberatung dauert an.
In der Sitzung der Abgeordnetenkammer legte Leonel Godoy von Morena inmitten von Unterbrechungen durch die Opposition die Begründung dar. Die Standpunkte umfassten fünf Befürworter von Morena und fünf Gegner von PAN, PRI und Movimiento Ciudadano (MC). Die MC-Abgeordnete Patricia Flores Elizondo drückte ihre grundsätzliche Unterstützung für Sparmaßnahmen aus, plant jedoch aufgrund von Mängeln im Dokument Änderungsanträge. Federico Döring von der PAN kritisierte den Vorsitzenden der Kommission für Verfassungspunkte sowie Sheinbaum. Reginaldo Sandoval von der PT bekräftigte die starke Unterstützung. Der Vorschlag erreichte eine qualifizierte Mehrheit: 377 Stimmen dafür, 102 dagegen, keine Enthaltungen. Zuvor hatten die vereinigten Kommissionen dem Entwurf mit 60 zu 13 Stimmen zugestimmt, wobei sich Morena, PT, PVEM und MC gegen PAN und PRI durchsetzten. Aufbauend auf den Änderungen des Senats (einschließlich Gehaltsobergrenzen für Wahlberater auf dem Niveau des Präsidenten, Haushaltsbeschränkungen für Landeskongresse auf 0,70 % der Ausgaben und straffere kommunale Strukturen) zielt Plan B auf die Effizienz der Sekundärgesetze ab. Die Opposition äußert Bedenken hinsichtlich der Autonomie des INE; die Regierungsparteien betonen hingegen die Sparsamkeit.