Senatspräsidentin Paulina Núñez (RN) hat der Regierung empfohlen, das „Wiederaufbau“-Gesetzesvorhaben aufzuteilen, das rund 40 unterschiedliche Themen in einem Paket bündelt. In einem Interview regte Núñez separate Initiativen für Anliegen wie die Befreiung von Grundsteuern auf Erstwohnsitze für Senioren an.
Senatspräsidentin Paulina Núñez stellte in einem Interview im Podcast „Cómo te lo explico“ von La Tercera den Entwurf des Gesetzes in Frage: „Ich weiß nicht, ob es besser ist, alles auf einmal einzureichen.“ Auf direkte Nachfrage bestätigte sie: „Ja, ich habe darüber nachgedacht und denke, es sollte getrennt behandelt werden.“
Núñez merkte an, dass populäre Maßnahmen, wie die Befreiung von Grundsteuern für Senioren für deren Erstwohnsitz, bei einer Trennung breite parteiübergreifende Unterstützung finden könnten. Sie enthüllte, dass Finanzminister Jorge Quiroz Vorgespräche mit Abgeordneten führt, um eine Aufteilung des Entwurfs in Betracht zu ziehen.
Das „Wiederaufbau“-Gesetz umfasst steuerliche Anpassungen, Änderungen bei Sozialleistungen sowie Sicherheitsmaßnahmen wie härtere Strafen für den informellen Zigarettenverkauf und den illegalen Transport von Migranten. Dieser Ansatz des Sammelgesetzes stieß bereits zuvor auf Kritik, auch von Seiten der Rechten, da er die parlamentarische Debatte einschränke.
Im Januar unter der Regierung Boric stieß ein Haushaltsanpassungsgesetz mit 129 fachfremden Artikeln auf einstimmige Ablehnung durch den Finanzausschuss des Senats, der damals von Ximena Rincón geleitet wurde.