Oppositionspolitiker haben Pläne angekündigt, über zweitausend Änderungsanträge zu dem nationalen Wiederaufbauprojekt einzureichen, das von der Regierung unter Präsident José Antonio Kast vorangetrieben wird. Dieser Schritt löste Vorwürfe der legislativen Sabotage seitens der Exekutive aus, während sich einige Oppositionssektoren von dieser Strategie distanzierten.
Der Finanzausschuss der Kammer hat das Megaprojekt für den Wiederaufbau und die wirtschaftliche Entwicklung vergangene Woche grundsätzlich gebilligt. Die Frist für die Einreichung von Änderungsanträgen endet am Montag um 23:59 Uhr.
Abgeordnete wie Jaime Araya von der unabhängigen PPD-Gruppe sprachen von einem „Tsunami“ von mindestens zweitausend Änderungsanträgen, um den Prozess zu verkomplizieren. Die Regierung reagierte mit scharfer Kritik. Präsident Kast sagte, das Ziel eines Teils der Opposition sei es, das Projekt zur Wiederbelebung von Wachstum und Beschäftigung zu „behindern und zu boykottieren“.
Regierungssprecherin Ministerin Mara Sedini bezeichnete die Initiative als „legislative Sabotage“. Die unabhängige PPD-Fraktion lehnte es jedoch ab, sich einer Obstruktionsstrategie anzuschließen. Ihr Vorsitzender, Raúl Soto, erklärte, sie würden an konstruktiven Vorschlägen zur Unterstützung der Mittelschicht und der KMU arbeiten.
Der Abgeordnete Diego Schalper von der Renovación Nacional forderte das Mitte-links-Lager auf, eine vernünftige Anzahl von Änderungsanträgen einzureichen, anstatt eine hinderliche Lawine auszulösen. Die Debatte in den Ausschüssen und im Plenum wird sich mindestens bis zum 20. Mai hinziehen.