Der Kammerpräsident Jorge Alessandri (UDI) schätzte, dass der Gesetzentwurf zum nationalen Wiederaufbau und zur wirtschaftlichen Entwicklung im Mai im Plenum der Abgeordnetenkammer und im Juni im Senat eingebracht werden könnte. In einem Interview in der Sendung Mesa Central auf Canal 13 kritisierte er die Opposition dafür, dass sie die Initiative als Begünstigung für die 'Superreichen' darstellt, und forderte breite Vereinbarungen zur Wiederbelebung der Wirtschaft. Eine Criteria-Umfrage zeigte eine Zustimmung von 38 % für Präsident José Antonio Kast und geteilte Meinungen zum Projekt.
Jorge Alessandri, Präsident der Abgeordnetenkammer, prognostizierte am Sonntag, dass das von der Regierung José Antonio Kasts angekündigte Megaprojekt im Kongress schnell vorankommen werde. „Ich würde sagen, dass das Projekt angesichts des Tempos der Sitzungen des Finanzausschusses im Mai das Plenum der Kammer erreichen und im Juni im Senat sein wird“, erklärte er in der Sendung Mesa Central auf Canal 13. Er wies darauf hin, dass nach der Sitzungspause der Abgeordneten die Dringlichkeitsstufen erneuert werden, damit die Ausschüsse für Finanzen, Umwelt und Arbeit die Artikel innerhalb von 15 Tagen prüfen können.
Der Gesetzentwurf umfasst mehr als 40 Maßnahmen zu Steuern, Beschäftigung, Genehmigungsverfahren und Wiederaufbau. Alessandri hinterfragte die Spannungen seitens der Opposition, insbesondere der Sozialistischen Partei, der Broad Front und der Kommunistischen Partei, die das Vorhaben als exklusiven Vorteil für die 'Superreichen' bezeichnen. „Arbeiten Sie Ihre eigenen 43 Maßnahmen aus (...) Wenn es nur ein 'Nein' von der einen Seite und Vorschläge von der anderen gibt, endet das in einem Nullsummenspiel“, forderte er und verteidigte das Vorhaben mit dem Argument, dass es im Gegensatz zu früheren Reformen hauptsächlich der Mittelschicht und den KMU zugutekomme.
Eine Criteria-Umfrage zeigte, dass 37 % das Projekt positiv bewerten, 24 % es ablehnen und 39 % keine klare Haltung dazu haben. 69 % glauben, dass es einkommensstarken Personen und 78 % großen Unternehmen nützt, obwohl 51 % sehen, dass es auf sie ausgerichtet ist. Kasts Zustimmung stieg auf 38 %, bei einer Ablehnungsquote von 49 %.
Unternehmer bewerteten den Wachstumsimpuls positiv, forderten jedoch einen stärkeren Fokus auf KMU und Start-ups. Die Sozialistische Partei erklärte ihren 'frontalen Widerstand' und bezeichnete das Vorhaben als 'versteckte Steuerreform'. Gustavo Alessandri von der AChM warnte vor Einbußen bei den kommunalen Mitteln durch Beitragsbefreiungen für Personen über 65 Jahren.