Der Oberste Rat der Universität Buenos Aires forderte einstimmig die nationale Regierung auf, das Gesetz zur Universitätsfinanzierung umzusetzen, und bestätigte den Haushaltsnotstand für 2026. Diese Maßnahme reagiert auf das Fehlen von Haushaltsanpassungen, die weder die Inflation noch wesentliche Ausgaben abdecken. Dadurch sind die Lehr-, Forschungs- und Gesundheitsaktivitäten der Institution gefährdet.
Am 11. März 2026 beschloss der Oberste Rat der Universität Buenos Aires (UBA) einstimmig, von der nationalen Regierung die Umsetzung des Gesetzes zur Finanzierung der Universitätsausbildung und zur Gehaltsanpassung zu fordern. Dieses Gesetz, das 2025 zweimal vom Kongress genehmigt wurde, wurde zunächst von der Exekutive vetoed, doch das Veto wurde abgelehnt, sodass es erneut genehmigt wurde. Die Umsetzung bleibt jedoch stockend, trotz eines gerichtlichen Urteils, das die Überweisung von Mitteln anordnet. Der Beschluss erklärt einen Haushaltsnotstand für 2026, da der nationale Haushalt weder die Vorschriften des Gesetzes enthält noch Inflationsanpassungen für Betriebsausgaben, Gehälter und wesentliche Dienstleistungen vorsieht. Der Rat forderte eine dringende Aktualisierung von den Ministerien für Humankapital und Wirtschaft an und priorisierte Bereiche wie Gesundheit, Forschung, Erweiterung, Bildung, Infrastruktur, Studierendenstipendien und die Finanzierung voruniversitärer Schulen. Er bestätigte zudem einen Lohnnotstand für Lehr- und Nicht-Lehrpersonal, Gesundheitsfachkräfte und Forscher. Die UBA warnte, dass ohne angemessene Ressourcen die Bildungsqualität sowie die Versorgung in ihren sechs Krankenhäusern und Universitätsinstituten beeinträchtigt werden. Die Institution hebt ihre strategische Rolle hervor: Sie bildet fast 80 Prozent der Ärzte sowie über 90 Prozent der Zahnärzte und Tierärzte in Argentinien aus. Daraufhin riefen Lehrerverbände zu einem nationalen Streik ab dem 16. März auf und forderten die Umsetzung des Gesetzes sowie Lohnverhandlungen. Die Regierung legte Berufung gegen das gerichtliche Urteil ein und legte ein Gegenvorhaben mit einer Erhöhung um 12,3 Prozent für 2026 vor, das die Lohnangleichung an die Inflation streicht. Der Nationale Interuniversitätsrat (CIN) hatte eine einstweilige Verfügung eingelegt, die zu seinen Gunsten entschieden wurde, doch die Exekutive sucht neue Finanzierungsquellen über den Haushalt. Die Erklärung betont, dass die Förderung qualitätsvoller Bildung eine staatliche Pflicht darstellt und eine gemeinsame Arbeit zwischen Universitäten und Exekutive für die Entwicklung des Landes erfordert.