Die Busunternehmen im Großraum Buenos Aires (AMBA) haben aufgrund staatlicher Schulden in Höhe von 128 Milliarden Pesos und steigender Dieselpreise den Notstand ausgerufen. Sie drohen mit weiteren Einschränkungen der Taktung, insbesondere in den Nachtstunden, sollte bis Donnerstag, den 30. April, keine Einigung erzielt werden. Laut einem Bericht der UBA sind die Fahrten bereits um bis zu 40 Prozent zurückgegangen.
Die Busunternehmen der AMBA-Linien, darunter CTPBA, CEAP, CETUBA und CEUTUPBA, gaben am 27. April eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie den Notstand ausriefen. Sie begründeten dies mit einer "unhaltbaren" Situation aufgrund von ausstehenden staatlichen Kompensationszahlungen in Höhe von 128 Milliarden Pesos sowie Dieselpreisen, die von 1.744 auf über 2.100 Pesos pro Liter gestiegen sind. Der Sektor hat bereits die Taktung reduziert, da von Seiten der nationalen Regierung und der Regierung der Provinz Buenos Aires keine Reaktionen erfolgten. Ein Bericht des Instituto Interdisciplinario de Economía Política (IIEP) der UBA zeigt, dass der Verkehr im April insgesamt um 30 Prozent und auf interjurisdiktionellen Routen um bis zu 40 Prozent zurückgegangen ist, was mit den Auswirkungen des Iran-Konflikts auf die Energiepreise zusammenhängt. Die Unternehmen fordern "konkrete, unmittelbare und überprüfbare" Maßnahmen. Am Donnerstag, den 30. April, werden sie sich mit dem nationalen Verkehrssekretariat treffen. Ohne eine Einigung planen sie weitere Kürzungen in nachfragestarken Zeiten, was Millionen von Nutzern betreffen würde. Die Erklärung unterstreicht die privaten Bemühungen, den Betrieb trotz ergebnisloser Vorgespräche aufrechtzuerhalten. Experten merken an, dass der Staat mindestens 17,5 Milliarden Pesos monatlich zuschießen müsste, um die Kosten zu decken.