Das chilenische Ministerium für Wohnungsbau und Städtebau (Minvu) hat die Haushaltsdirektion (Dipres) darüber informiert, dass die geforderte 3-prozentige Haushaltskürzung das Defizit des Ministeriums „verschärft“. Unter der Leitung von Iván Poduje schlägt das Ministerium vor, Darlehen an Bauunternehmen in Höhe von 200,202 Millionen Dollar zu streichen, ohne dabei die Wohnungsbausubventionen zu beeinträchtigen. Dieser Schritt steht im Einklang mit der fiskalischen Sparpolitik von Präsident José Antonio Kast.
Das Minvu antwortete auf das Dipres-Rundschreiben Nr. 12 vom 13. März mit einem Memo der Unterstaatssekretärin Natalia Aguilar vom 10. April. In dem Dokument heißt es: „Diese Kürzung verschärft das Haushaltsdefizit des Ministeriums für Wohnungsbau und Städtebau und beeinträchtigt die Erfüllung der vom Sektor eingegangenen Verpflichtungen“.
Die vorgeschlagene Kürzung betrifft das Unterkapitel 32, das Darlehen von Serviu an Bauunternehmen für geförderte Wohnungsbauprojekte abdeckt. Die Gesamtsumme beläuft sich auf 200,202 Millionen Dollar, aufgeteilt nach Regionen: unter anderem 30 Milliarden in der Metropolregion und Los Ríos, 22 Milliarden in Tarapacá sowie jeweils 20 Milliarden in Antofagasta und Biobío.
Das Ministerium meldet eine gleitende Schuld von 225,284 Millionen Dollar und betont, dass die Subventionen unangetastet bleiben, was die Unternehmen dazu zwingt, alternative Finanzierungsquellen zu finden. Iván Poduje machte die frühere Regierung unter Carlos Montes verantwortlich und erklärte am 25. März: „97 % des Budgets sind durch Übertragsschulden aus der Vorperiode gebunden“.
Ignacio Aravena, Forscher bei der Fundación Piensa, merkte an, dass die Kürzung die Möglichkeiten von Serviu einschränken werde, neue Projekte für 2026 zu finanzieren. Das Minvu plant zudem Einsparungen bei Studien, Mieten und Vereinbarungen, während Poduje eine Untersuchung des früheren Notfall-Wohnungsbauplans ankündigt.